Regelmäßige Beratungseinsätze sind für die 6.093 Pflegegeldbeziehenden im Kreis Herzogtum Lauenburg gesetzlich vorgeschrieben. Nur dann ist eine kontinuierliche Zahlung des Pflegegeldes sichergestellt. Foto: AOK/Colourbox/hfr
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AOK-Pflegenavigator unterstützt bei der Suche nach Anbietern von Beratungsgesprächen

(LOZ). Rund 6.100 pflegebedürftige Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg werden laut einer aktuellen Auswertung des Statistikamts Nord zu Hause ohne die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes gepflegt und betreut. Damit sie das Pflegegeld in voller Höhe dauerhaft erhalten, müssen sie sich regelmäßig von einer qualifizierten Pflegefachperson beraten lassen.

Um die Suche nach Ansprechpartnern für diese verpflichtenden Beratungsgespräche zu erleichtern, hat die AOK jetzt ihren Pflegenavigator um Anbietende von Beratungsbesuchen erweitert. Für Schleswig-Holstein weist das Online-Portal über 700 Anbietende aus. „Die Beratungsbesuche finden in der Regel in der häuslichen Umgebung statt, können aber nach dem ersten Besuch zuhause auch per Videokonferenz durchgeführt werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Im Online-Portal unter www.aok.de/pflegeberatungssuche werden nach Eingabe der Postleitzahl ambulante Pflegedienste oder anerkannte Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz in der Nähe angezeigt, die diese Besuche durchführen.

Vorteile des Beratungseinsatzes für die Pflege zuhause

In den Pflegegraden 2 und 3 müssen die Besuche halbjährlich, in den Pflegegraden 4 und 5 vierteljährlich erfolgen. Mit der aktuellen Pflegegesetzgebung, die zum 1. Januar in Kraft getreten ist, werden die verpflichtenden Beratungsbesuche ab 2026 auch für die Pflegegrade 4 und 5 auf den halbjährlichen Rhythmus umgestellt. „Die Besuche dienen dazu, den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen oder pflegenden Bezugspersonen regelmäßig Hilfe und praktische Unterstützung mit der nötigen pflegefachlichen Kompetenz anzubieten“, so Wunsch.

Kürzung des Pflegegeldes vermeiden

Anbietende der Beratungsbesuche können ambulante Pflegedienste, unabhängige Beratungsstellen, von der Pflegekasse beauftragte Pflegefachpersonen oder von den Kommunen beauftragte Beraterinnen und Berater sein. Sie alle müssen über die erforderlichen Kompetenzen im Bereich Pflege verfügen. Die AOK und die anderen Pflegekassen rechnen die Kosten für die Beratung direkt mit dem Pflegedienst oder der anerkannten Beratungsstelle ab. Die Pflegebedürftigen müssen also weder Vorauszahlungen leisten noch eine Rechnung bezahlen. Wer die Beratungen allerdings nicht in den vorgegebenen Intervallen wahrnimmt, riskiert eine Kürzung oder Streichung des Pflegegeldes.

Pflegedienste und Pflegeheime im Überblick

Der Navigator hilft nicht nur bei der Suche nach Beratungs-Anbietenden, sondern bietet auch Informationen über geeignete Pflegedienste oder Pflegeheime in der Umgebung. Zudem sind darin Einrichtungen für die Tages- und Nachtpflege sowie Anbieter von Kurzzeitpflege verzeichnet. Neben den Prüfergebnissen zur Qualität von 658 Pflegediensten und 544 Pflegeheimen in Schleswig-Holstein ermöglicht er auch einen Vergleich der Kosten der einzelnen Einrichtungen. Zum Pflegenavigator der AOK: www.aok.de/pflegenavigator

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