Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 3.444 AOK-Versicherte im Kreis Herzogtum Lauenburg Zahnersatzleistungen. Die AOK-Auswertung zeigt dabei, dass 23,9 Prozent mehr Frauen als Männer Zahnersatzleistungen erhalten. Foto: AOK/ colourbox/hfr
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Frauen erhalten häufiger Kronen, Brücken und Prothesen als Männer

(LOZ). Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind die Ausgaben für Zahnersatz weiter gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. Danach zahlte allein die AOK im Kreis Herzogtum Lauenburg im vergangenen Jahr für Kronen, Brücken oder Prothesen über 2,41 Millionen Euro. Das sind 1,36 Prozent mehr als im Vorjahr. Der gesetzliche Eigenanteil der AOK-Versicherten lag in 2024 bei 1,58 Millionen Euro.

„Für Kronen, Brücken und Prothesen können schnell mehrere tausend Euro zusammenkommen. Aber Vorsorge wird belohnt: Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, und ein Bonusheft führt, kann durch den höheren Zuschuss von seiner Krankenkasse Geld sparen“, sagt Reinhard Wunsch, Serviceregionsleiter der AOK NordWest.

Frauen erhalten häufiger Zahnersatz

Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 3.444 AOK-Versicherte im Kreis Herzogtum Lauenburg Zahnersatzleistungen. Auffällig sind dabei die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die AOK-Auswertung zeigt, dass Frauen häufiger Zahnersatz erhalten als Männer. Insgesamt wurde im vergangenen Jahr bei 1.906 Frauen im Kreis Herzogtum Lauenburg Zahnersatz eingesetzt. Damit waren fast 23,9 Prozent mehr Frauen als Männer betroffen.

Höheren Festzuschuss sichern und sparen

Ist Zahnersatz gefragt, beteiligt sich die AOK mit einem Festzuschuss an den Kosten. Die Festzuschüsse für Zahnersatz betragen 60 Prozent, bemessen an einer bundesweit standardisierten Regelversorgung, die sich am jeweiligen Befund orientiert. Kosten, die über den Festzuschuss hinausgehen, müssen als Zuzahlung selbst getragen werden. Allerdings können regelmäßige Besuche beim Zahnarzt helfen, die eigenen Kosten zu reduzieren. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht und die Besuche beim Zahnarzt im Bonusheft dokumentieren lässt, bekommt einen höheren Festzuschuss und kann so sparen. Die Dokumentation ist auch im digitalen Bonusheft in der elektronischen Patientenakte (ePA) möglich. So erhalten Patienten mit lückenlos geführtem Bonusheft einen höheren Festzuschuss: nach fünf Jahren 70 Prozent und nach 10 Jahren sogar 75 Prozent. „Der regelmäßige Eintrag im Bonusheft ist bares Geld wert“, so Wunsch.

Regelmäßig zum Zahnarzt

Regelmäßige zahnärztliche Vorsorge bedeutet: Erwachsene müssen mindestens einen Zahnarztbesuch im Jahr in ihrem Bonusheft nachweisen. Bei Kindern und Jugendlichen ab dem zwölften Lebensjahr ist ein Kontrolltermin je Halbjahr nötig, um vom Bonus zu profitieren. Kinder haben bereits ab dem sechsten Geburtstag einen Anspruch auf zwei Vorsorgeuntersuchungen.

Prävention hilft

Eine gute Zahnpflege beginnt mit regelmäßigem Zähneputzen. „Wer sich zweimal am Tag gründlich die Zähne putzt, kann damit schon viele Probleme verhindern und Zahnersatz vermeiden“, so Wunsch. Genauso wichtig ist eine gesunde Ernährung.

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