(LOZ). Die Freien Demokraten im Kreis Herzogtum Lauenburg haben einen neuen Kreisvorstand gewählt. Bei den turnusgemäßen Wahlen des Kreisvorstandes wurde der bisherige stellvertretende Kreisvorsitzende Jan Marcus Rossa, der erst am 4. November in den Landesvorstand der FDP Schleswig-Holstein gewählt worden war, von über 40 anwesenden Mitglieder einstimmig bei einer Enthaltung zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Der bisherige Kreisvorsitzende Christopher Vogt trat bei den Vorstandswahlen nicht erneut an, weil er sich als künftiger Fraktionsvorsitzender der FDP im Kieler Landtag und als Stellvertretender Landesvorsitzender verstärkt den damit verbundenen landespolitischen Aufgaben widmen muss.

In seinem Bericht zog Vogt Bilanz und würdigte noch einmal die Erfolge der letzten zwei Jahre: "Der erfolgreiche Wiederaufbau der FDP war eine große Kraftanstrengung und eine Teamleistung von vielen unerschrockenen Liberalen. Jetzt gilt es, aus den Wahlerfolgen auch gute Regierungspolitik zu machen. Das wird in einem komplizierten Jamaika-Bündnis auf Landes- und wohl auch auf Bundesebene nicht einfach werden. Wir müssen uns inhaltlich und organisatorisch weiter verbessern und vor allem die vielen neuen Mitglieder schnell einbinden. Seit Jahresbeginn hat unser Kreisverband einen Mitgliederzuwachs von über 30 Prozent."

Der neue Kreisvorsitzende Jan Marcus Rossa dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit: "Christopher Vogt hat in einer besonders schwierigen Phase, in der sich die FDP nach der Bundestagswahl 2013 befand, den Kreisverband geführt und einen erheblichen Anteil daran, dass wir im Kreis aber auch im Land zurück in die Erfolgsspur gefunden haben. Die Wahlergebnisse in diesem Jahr sind ein starker Beleg für die erfolgreiche Arbeit von Christopher Vogt und des ganzen Kreisvorstands in den vergangenen vier Jahren. Der Kreis Herzogtum Lauenburg, wo die Freien Demokraten bei der Bundestagswahl mit 13,62 Prozent das beste Zweitstimmenergebnis aller Wahlkreise in Schleswig-Holstein erzielt haben, hat sich gerade in den letzten Jahren zu einer liberalen Hochburg entwickelt und das wollen wir in den nächsten Jahren festigen", so Jan Marcus Rossa.

"Wir gehen hochmotiviert in den bevorstehenden Kommunalwahlkampf und werden in den nächsten Wochen auf der Basis der Leitbilder der FDP unser Wahlprogramm erarbeiten, das Anfang 2018 verabschiedet werden soll. Auch auf kommunaler Ebene treten die Freien Demokraten ein für beste Bildung, Vorankommen durch eigene Leistung, Selbstbestimmung in allen Lebenslagen und einen unkomplizierten Staat, der rechnen kann. Wir als Kreisvorstand werden unseren Beitrag leisten, damit wir bei den Kommunalwahlen den Trend der letzten Wahlen fortsetzen und ein hervorragendes Ergebnis erzielen", so Rossa weiter.

Als Stellvertreter wurden Sabine Heringlake aus Buchholz bestätigt und Holger Kempter, der Ortsvorsitzende von Schwarzenbek, nach zweijähriger berufsbedingter Abwesenheit wieder gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden zudem Judith Gauck aus Ritzerau als Schriftführerin und Hartmut Angenendt aus Groß Grönau als Kreisschatzmeister. Als Beisitzer wurden Dr. Johannes Baare, Dieter Ruhland, Günter Weblus, Jeroen Keerl und Rüdiger Tonn gewählt. Darüber hinaus wird Tim Hamann aus Schwarzenbek neuer Kreisgeschäftsführer.

Ein Grußwort aus Kiel sprach der schleswig-holsteinische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Dr. Bernd Buchholz, und bedankte sich zunächst bei den zahlreich erschienenen Mitgliedern, ohne die die Erfolge bei der Landtags- und der Bundestagswahl in diesem Jahr nicht möglich gewesen wären. Nun gelte es, die politischen Vorhaben der FDP anzupacken und umzusetzen und das Land voranzubringen bei Digitalisierung, Wirtschaft und Bildung. Das koste Kraft und Zeit. Die Landesregierung sei aber mit den beiden FDP-Ministerien auf einem guten Weg.

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