Juso-Kreisvorsitzender und SPD-Kreistagsabgeordneter zum Ausgang der Landtagswahl

 

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(LOZ). Zum Ausgang der schleswig-holsteinischen Landtagswahl erklärt der Kreisvorsitzende der Jusos Herzogtum Lauenburg Calvin Fromm:

„Es freut mich, dass wir im Kreis Herzogtum Lauenburg den Landestrend bei der schleswig-holsteinischen Landtagswahl deutlich geschlagen haben. Dieses Ergebnis im Kreis haben wir unter anderem auch jungen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern zu verdanken. Aufgrund ihres Einsatzes ist die SPD stärkste Kraft bei den jungen Leuten geworden.

Umso unverständlicher ist die mangelnde Repräsentanz dieser Altersgruppe in der neuen SPD-Landtagsfraktion. Von 21 Sitzen der SPD fällt leider keiner auf einen Abgeordneten im Juso-Alter von unter 35 Jahren. Ich bedauere es, dass der Landesvorsitzende Ralf Stegner die Jugend bei der Listenaufstellung nicht berücksichtigt hat. Angesichts dessen und des desaströsen Wahlergebnisses auf Landesebene wünsche ich mir von der Landesspitze der Partei eine selbstkritische Analyse dieser Situation. Wenn etwas verbesserungswürdig ist, muss es offen angesprochen werden. Nur so ist eine Neuaufstellung möglich und insbesondere die Jugend ist für die Zukunftsfähigkeit der SPD entscheidend.“

Fabian Harbrecht, Wahlkampfleiter für den Wahlkreis 34, Lauenburg-Nord und SPD-Kreistagsabgeordneter findet deutliche Worte:

„Während dieses Wahlkampfes hat sich gezeigt, dass eine gute Mischung aus Erfahrung und neuen Ideen wesentlich ist für die Weiterentwicklung unserer Partei. Ein moderner Wahlkampf mit Social Media, Videos und Guerilla-Aktionen, gepaart mit den klassischen Elementen des Wahlkampfes waren eine gute Strategie. Bei uns im Nordkreis haben junge und erfahrene Parteikollegen gemeinsam einen guten Wahlkampf gemacht. Auch wenn es für Manfred Börner nicht gereicht hat, bleibt die Erkenntnis, dass unser Kreisverband sich keine Sorgen um Nachwuchs machen muss.

Diese gesunde Mischung aus Erfahrenen und Jungen wird es in der SPD-Landtagsfraktion nicht geben. Fahrlässig und sehenden Auges hat dies der Landesvorstand hingenommen. Weder Mandatsinhaber Tobias von Pein noch Bewerber im Juso-Alter wurden abgesichert. Wahlprogrammbeiträge und herausragendes Engagement im Wahlkampf hat die Parteijugend geliefert. In intensiver Arbeit vor und während des Wahlkampfes haben junge Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der SPD ihr Gesicht gegeben und Inhalte beigesteuert. Was bleibt ist die nüchterne Erkenntnis, dass Ralf Stegner dieses Engagement gerne einfordert, lobt und sich gerne mit Jusos umgibt - bei der Unterstützung junger Bewerberinnen und Bewerber jedoch anscheinend schnell vergisst.“

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