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(LOZ). Bluten für die Gleichstellung: Das haben die Juso-Kreistagskandidaten Calvin Fromm, Lucas Siemers und Matthis Hack getan. Da ihr Mit-Kandidat Immo Braune sein Blut aufgrund der Richtlinien der Bundesärztekammer in Bezug auf homo- und bisexuelle Männer nicht spenden durfte, ergreifen diese jetzt die Initiative und spenden 100 Euro an die HAKI e.V. in Schleswig-Holstein. „Es ist in allen Altersstufen noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Männer, die mit Männern Sex haben, auf eine Stufe mit diversen Krankheiten gestellt werden. Deshalb spenden wir das Geld, damit Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit schon in der Schule geleistet werden kann – und nicht erst durch Aktionen wie der unseren“, erklärt Immo Braune die Motivation der Spende.

Die HAKI e.V. ist ein Raum für lesbische, schwule, bi*, trans*, inter* und queere Menschen in Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel. Seit 1974, also über 40 Jahren, setzen sich hier viele Menschen in ihrer Freizeit für mehr Vielfalt in der Gesellschaft und im öffentlichen Raum ein. Mit über 20 Arbeitsgruppen für Jung und Alt in Lübeck, Husum und Kiel ist sie der größte LSBTIQ*-Verein im Land. Neben einem weitreichenden ehrenamtlichen Beratungsangebot bietet unter anderem das SCHLAU-Team Workshops zur Aufklärung über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schulen und Jugendeinrichtungen an. Dabei erreichen sie jährlich mehrere tausend Schülerinnen und Schüler im ganzen Norden.

„Besonders die Arbeit der HAKI mit Jugendlichen finden wir klasse. Junge Menschen brauchen Vorbilder und die Gewissheit, dass sie nicht alleine sind und Hilfe bekommen. Aber auch die allgemeine Aufklärungsarbeit ist wichtig: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Blutspendediensten machen nur ihre Arbeit und sind nicht für die Diskriminierung verantwortlich. Gesellschaftliche Akteure wie die HAKI treten deshalb stellvertretend an die Verantwortlichen heran und werben um den Abbau solcher Diskriminierungen“, so Lucas Siemers, SPD-Vorsitzender in Wentorf.

Stefan Heidebrecht, Vorstandsmitglied der HAKI, erklärt abschließend: „Wir danken den Lauenburger Jusos für ihre Spende. Nach der ‚Ehe für Alle‘ ist noch lange nicht Schluss, denn zur gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bi*, trans*, inter* und queeren Menschen ist es noch ein langer Weg. Das wird in den unterschiedlichsten Alltagssituationen immer wieder deutlich. Gerade in Zeiten von Homohass durch die AfD und den sogenannten ‚Besorgten Eltern‘ gilt es, ein starkes Zeichen für Akzeptanz und Vielfalt zu setzen.“

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