5,4 Prozent - niedrigste Arbeitslosenquote in einem Mai seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997

 

(LOZ). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg hat sich auch im Monat Mai fortgesetzt. Die Zahl arbeitsloser Menschen ist auf aktuell 5.500 gesunken. Damit sind gegenüber dem Vormonat 136 Menschen weniger auf Jobsuche gewesen. In der Folge ist die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 5,4 Prozent zurückgegangen.

Im Mai vergangenen Jahres waren 5.809 Menschen und damit 309 mehr im Kreis Herzogtum Lauenburg arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,7 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

„Der Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg präsentiert sich weiter in sehr guter Verfassung. Mit 5,4 Prozent hat die Arbeitslosenquote den niedrigsten Wert in einem Monat Mai seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997 erreicht“, kommentiert Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe die aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg. “Die Unternehmen schaffen neue Jobs und suchen Personal. Sie haben uns allein in diesem Monat 325 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein neuer Höchstwert für einen Monat Mai. Mitarbeiter werden insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe, Handel, im Gesundheitsbereich sowie der Arbeitnehmerüberlassung gesucht. Die Suche nach ausgebildeten Fachkräften stellt die Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. So sind etwa Elektroniker, Anlagenmechaniker oder Pflegefachkräfte nur sehr schwer zu finden.“

Die Agenturchefin rät den Unternehmen deshalb, verstärkt auf Ausbildung und Qualifizierung zu setzen. „Ein Baustein ist die duale Ausbildung junger Menschen, in der sich viele Unternehmen bereits stark engagieren. Aber auch die Weiterbildung eigener ungelernter Mitarbeiter im Unternehmen bietet Chancen“, so Grote-Seifert. „Die Betriebe fördern damit ihre Mitarbeiter und stärken zugleich die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Hierbei unterstützen wir die Unternehmen über das Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)“. Werden ungelernte Arbeitnehmer zu einem Berufsabschluss geführt, können wir uns an anfallenden Lehrgangskosten und Fahrkosten beteiligen oder Zuschüsse zu Lohnkosten bei qualifizierungsbedingten Ausfallzeiten gewähren.“

In diesem Zusammenhang weist die Agenturchefin darauf hin, dass das Förderprogramm zum Jahresbeginn 2017 für Kleinstbetriebe mit bis zu neun Mitarbeitern ausgeweitet wurde. „Gerade Kleinstunternehmen haben es häufig im Wettbewerb bei der Suche nach qualifiziertem Personal schwerer. Um sie bei der Ausbildung eigener Mitarbeiter besser zu unterstützen, können wir bei ihnen die Weiterbildungskosten über das WeGebAU-Programm jetzt vollständig übernehmen“, erklärt Grote-Seifert.

Unternehmen, die sich für das Förderprogramm interessieren, sollten sich direkt an ihren Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder den Arbeitsgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter über die kostenfreie Service-Nummer 0800 4 55 55 20 kontaktieren.

Ausbildungsmarkt

Drei Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Kreis Herzogtum Lauenburg 418 von den ursprünglich 875 gemeldeten Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. „Nahezu in allen Bereichen, insbesondere in vielen Handwerksberufen, in der Gastronomie und im Handel bei den kaufmännischen Berufen finden sich noch zahlreiche Angebote“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur. “Ich kann die Jugendlichen nur ermuntern, bei der Ausbildungssuche am Ball zu bleiben. Es bestehen weiterhin noch sehr gute Aussichten, zum Ausbildungsbeginn im Herbst eine Lehrstelle zu finden.“

Aktuell sind 532 junge Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg noch auf Ausbildungssuche. Die Agenturchefin appelliert an die Fairness der Jugendlichen, die schon eine Ausbildungszusage haben: „Viele Jugendliche haben bereits Ausbildungsverträge geschlossen. Sie sollten den Betrieben, bei denen sie ebenfalls im Rennen um einen Ausbildungsplatz waren, absagen, um den Weg für diejenigen frei zu machen, die noch auf der Suche sind.“

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