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Lauenburg (LOZ). „Die Digitalisierung in der Wirtschaft ist kein Trend, sondern eine feste Zukunftsaufgabe. Damit die Digitalisierung in den Unternehmen vorankommt und mehr Betriebe auch in Schleswig-Holstein und im Lauenburgischen einen Breitbandanschluss erhalten, wurden jetzt die Antragshürden beim Förderprogramm des Bundes gesenkt. Fortan braucht es nicht länger mindestens 80 Prozent aller Grundstückseigentümer im jeweiligen Gewerbegebiet, um einen Antrag auf Anschluss mit Breitbandausbau zu stellen.

Ab sofort können Kommunen und Landkreise Anträge stellen um bereits einzelne Betriebe an das Breitbandnetz anzuschließen. Voraussetzung bleibt zwar weiterhin, dass sich das Unternehmen mit 2.000 Euro an den Kosten beteiligt. Das ist im Vergleich zum wirtschaftlichen Nutzen und den vielen Vorteilen ein tragbarer Eigenanteil“, informiert Norbert Brackmann als zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für den Etat des BMVI.

„Mit der Herabsetzung der Anforderungen haben wir die mittelständische Wirtschaft in den ländlichen Regionen im Blick, die bislang abgehängt sind. Denn Digitalisierungsprojekte sind für Unternehmen heute überlebenswichtig. Deshalb darf es nicht an den Voraussetzungen oder der Infrastruktur mangeln. Diese Erleichterung kommt insofern auch den Unternehmen und Gewerbegebieten im Herzogtum Lauenburg zu gute. Ich hoffe, dass die Unternehmen und die Kommunen eine digitale Strategie überlegen und genau prüfen, ob man einen Antrag stellt. Die Förderanträge werden zügig behandelt, Zusagen sollen schnell erfolgen. Die Antragsbewilligung erfolgt in der Reihenfolge des Eingangs, sprich es gibt ein sogenanntes Windhundverfahren“, erklärt Norbert Brackmann.

„Neben der Anbindung der einzelnen Betriebe gibt es eine weitere Neuerung. Im Zuge des Breitbandausbaus in Gewerbegebieten müssen die öffentlichen Flächen des Gewerbegebiets mit kostenfreiem W-LAN für private Endkunden ausgestattet werden“, informiert Brackmann.

Hintergrund:

Das neue Sonderprogramm Gewerbegebiete ist Teil des milliardenschweren Bundesförderprogramms Breitbandausbau. Kommunen und Landkreise können Projektanträge einreichen. Damit stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gezielt 350 Millionen Euro bereit, um unterversorgte Gewerbe- und Industriegebiete sowie Häfen ans Glasfasernetz anzuschließen.

Im Rahmen des Sonderprogramms Gewerbegebiete wird der Breitbandausbau technologieneutral gefördert, die Mindestgeschwindigkeit wird jedoch auf 1 GBit/s (symmetrisch, also Up- und Download) angehoben. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag pro Projekt liegt bei 1 Million Euro. Das Bundesförderprogramm ist mit Förderprogrammen der Länder kombinierbar.

Eine entscheidende aktuelle Änderung beim Sonderprogramm Gewerbegebiete besteht darin, dass die Anforderungen an die Beantragung von Fördermitteln im Rahmen des Sonderprogramms Gewerbegebiete nun nochmals vereinfacht wurden. Die bisher zwingende Eigenbeteiligung von mindestens 80 % aller Grundstückseigentümer mit 2.000 EUR am Ausbauprojekt entfällt ersatzlos. Die entsprechende Änderung der Förderrichtlinie ist bereits gültig.

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