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Ratzeburg (LOZ). Ein bundespolitisch sehr aktuelles und in der Bevölkerung mit das wichtigste Thema hat bei der gestrigen Kreistagssitzung auch Einzug in das Lauenburgische gefunden. Die Sozialdemokraten brachten einen Antrag ein, in dem es um die Wohnungsversorgung im Kreis geht, wonach in den kommenden Jahren bis zu 10.000 Wohnungen im Kreis fehlen werden. Nach Ansicht der Sozialdemokraten gilt es nun, nach Wegen zu suchen, diesem Bedarf umgehend und vorausschauend gerecht zu werden. Sie regen an, alle verantwortlichen Akteure zusammenzuführen, um gemeinsam schnell ein Kreiskonzept für bezahlbaren Wohnraum zu erarbeiten.

Klar ist, dass die Planungshoheit über Wohnraum und Baugebiete bei den Städten und Kommunen liegt und es einer Absprache bzw. Koordination der Verantwortlichen bedarf. Daher soll nach Ansicht der Sozialdemokraten die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum im Kreisgebiet zu „Chefsache“ gemacht werden, die SPD fordert einen Wohnraum-Koordinator auf Kreisebene.

Der Antrag wurde von den demokratischen Parteien im Kreistag unisono begrüßt, allerdings soll zunächst über den Hauptausschuss das Thema mit den Kommunen am runden Tisch erörtert werden, um weitere Schritte zu entwickeln.

Marion Schumacher, SPD-Mitglied im Hauptausschuss des Kreises dazu: „Um den Kreis für die Zukunft als attraktiven Wohnort und Arbeitsort zu gestalten, müssen wir unbedingt eine flächendeckende Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Unser Antrag ist richtungsweisend.“

Gitta Neemann-Güntner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende ergänzt: „Die SPD sieht dringenden Handlungsbedarf. Wir müssen als Kreis zukunftsorientierte Lösungen anbieten, dazu gehört auch, die WFL, den Mieterbund, die Wohnungswirtschaft, Kreisbaugenossenschaft, die WoGee in Geesthacht und andere mit in das Expertenteam aufzunehmen. Wohnraum wird eine Querschnittaufgabe sein und ich freue mich, dass wir mit unserem Antrag den Stein ins Rollen gebracht haben. Wir werden den Prozess proaktiv begleiten.“

SPD-Fraktionschef Jens Meyer abschließend: „Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in unserem Kreis stellt die soziale Kernfrage dieser Wahlperiode dar. Sie erfordert ein enges, vertrauenswürdiges Zusammenarbeiten aller Beteiligten.“

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