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(LOZ). Für die Europäer ist es heute kaum vorstellbar, dass ein Wahlrecht mit dem Geschlecht verbunden sein könnte. Doch das Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“ zeigt eindrucksvoll, dass es nicht immer selbstverständlich war.

Schon 100 Jahre her könnte man sagen, wenn man auf andere Länder der Welt schaut und feststellt, dass Saudi-Arabien erst vor kurzem, nämlich 2015, nachgezogen hat.

Erst 100 Jahre her ist man versucht zu sagen, wenn man bedenkt, dass das Wahlrecht für die Männer schon damals, 1918, längst Routine war. Und Finnland bereits 1907 für die Frauen vorgeprescht war.

„Für meine Kolleginnen aus der CDU-Landtagsfraktion Barbara Ostmeier, Katja Rathje-Hoffmann, Anette Röttger und mich ist das Wählen nicht nur aktive Selbstverständlichkeit und Verpflichtung, sondern auch politischer Auftrag. Wir wurden aufgrund des passiven Wahlrechts als Abgeordnete des Schleswig-Holsteinischen Landtags gewählt und gestalten für die CDU die Landespolitik entscheidend mit“, so Landtagsabgeordnete Andrea Tschacher.

Dabei sei der Frauenanteil in der CDU-Landtagsfraktion durchaus noch ausbaufähig, denn nur vier von 25 Abgeordneten sind Frauen. Trotz 100 Jahre Frauenwahlrecht sei also noch einiges zu tun.

„Die Ausrufung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren war ein Meilenstein und von großer Bedeutung auf dem Weg zur Verwirklichung der Gleichberechtigung. All jenen, die erfolgreich das Recht der Frauen zur Mitwirkung und Mitgestaltung erkämpft haben und sich dabei gegen große Widerstände durchsetzen mussten, gilt mein Dank. Aber dieses großartige Jubiläum macht uns zugleich auch darauf aufmerksam, dass wir hinsichtlich einer selbstverständlich gelebten Gleichstellung aller Menschen noch nicht vollständig am Ziel angekommen sind. So sind wir in unserem Land von einer politischen und wirtschaftlichen Parität - vor allem auch in Top-Positionen - noch weit entfernt. Auch muss die Entlohnung auf dem Niveau der männlichen Kollegen selbstverständlich werden“, sagt Andrea Tschacher, fachpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion für Menschen mit Behinderung, Drogen, Sucht sowie Hospiz- und Palliativversorgung. Ergänzend fügt sie hinzu, dass diese Punkte wie selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderung gelten müssen.

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