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Wentorf (LOZ). "Fehler korrigieren, Geld zurückzahlen" – Nach diesem Motto will die Wentorfer SPD den aktuell aufgetretenen Haushaltsüberschuss auf gerechte Art und Weise den Bürgern der Gemeinde zugutekommen lassen. Entlastet werden sollen insbesondere diejenigen, die unter den Sparmaßnahmen vergangener Jahre gelitten haben: Eltern der Offenen Ganztagsschule (OGS), Mitglieder des SC Wentorf sowie Grund- und Hundesteuerzahler. Das Paket will die SPD als Antrag in die Gemeindevertretung einbringen.

Anlass für die aktuelle Forderung war ein Haushaltsloch in Millionenhöhe, das die Gemeinde damals prognostiziert hatte und seit 2016 zu schmerzhafte Einschnitten für die Wentorfer Bürgerinnen und Bürger führte, zum Beispiel durch kräftige Gebührenerhöhung für die Nutzung von Sporthallen sowie einer deutlichen Erhöhung der Beiträge zur OGS. Heute ist klar: Die Berechnung basierte auf falschen Zahlen aus dem Rathaus. "Uns wurden Entwicklungsprognosen und Negativdaten zur örtlichen Haushaltsentwicklung vorgelegt, die schlicht unzutreffend waren. Wir sahen uns genötigt, Steuer- und Gebührenhöhungen zuzustimmen, die aus heutiger Sicht nicht zu rechtfertigen sind", sagte SPD-Fraktionschefin Andrea Hollweg nach einer Sondersitzung ihrer Fraktion. "Jetzt gilt es, den Wentorferinnen und Wentorfern das Geld zurückzugeben, das ihnen zu Unrecht genommen wurde.”

Haushalts-Plus im Millionen Bereich Euro

Aktuell steht ein Haushaltsplus im Millionenbereich in den Gemeindebüchern, das neben dem Auffüllen von Rücklagen nach Ansicht der Sozialdemokraten möglichst vielen Bürgern zugute kommen soll. Einen entsprechenden Antrag will die SPD in der Gemeindevertreterversammlung am 21. März stellen. Zuvor werden sich der Finanzausschuss (21. Februar) und der Bürgerausschuss (25. Februar) mit der Thematik befassen.

”Vertrauen zurückgewinnen"

"Weder die einseitige Entlastung der Grundstückseigentümer noch eine übertriebene Sparsamkeit sind in dieser Situation angemessen. Wir haben als Gemeindevertretung nicht nur die Verantwortung, zu unseren guten Entscheidungen zu stehen. Wir haben auch die Pflicht, bei falschen Entscheidungen Korrekturen vorzunehmen und auf diese Weise das Vertrauen des Bürgers zurückzugewinnen", fügte der SPD-Ortsvorsitzende Lucas Siemers hinzu.

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