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Mustin (LOZ). Die Kirchengemeinde Mustin lädt zu einer Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Wie sieht die künftige KiTa-Finanzierung aus? Werden Eltern und Kommunen entlastet?“ am Donnerstag, 25. April, in die Maria-Magdalenen Kirche ein. Beginn ist um 19 Uhr, die Dauer beträgt circa zwei Stunden.

Es diskutieren die Landtagsabgeordneten Katja Rathje-Hoffmann (CDU), Martin Habersaat (SPD), Burkhard Peters (Bündnis 90/Grüne), Anita Klahn (FDP) und Markus Potten, Geschäftsführer des Verbandes Evangelischer Kindertagesstätten. Die Moderation haben Diakonin Susanne Kunsmann und Pastor Andreas Schöer, Gemeindeberater der Nordkirche. Der Eintritt ist frei.

Als Träger einer kleinen zweigruppigen KiTa-Einrichtung mit einer Regelgruppe von 20 Plätzen und einer Krippe mit zehn Plätzen nimmt die Kirchengemeinde zunehmend die Sorgen der Eltern bezüglich der Finanzierung des Kindergartens wahr. Der Bedarf an erweiterten Öffnungszeiten, eingeführte Nachmittagsbetreuung, Qualitätsentwicklung, damit verbunden die Einstellung von Fachpersonal, lassen die Betriebskosten stetig steigen. Zum Jahreswechsel 2019 wurden – in gemeinsamer Absprache mit den Kommunalgemeinden – die Elternbeiträge erneut angehoben, da die Kommunen mit der Finanzierung überfordert sind. Die Verantwortlichen wissen um die politische Diskussion sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, um die KiTa-Finanzierung neu zu ordnen und dabei Eltern und Kommunen zu entlasten.

Hintergrund Kita Gebühren

Der vermehrte Ausbau von KiTa-Plätzen im Kreis Herzogtum Lauenburg in den vergangenen Jahren, auch ausgelöst durch den Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz ab dem ersten Lebensjahr, hat zu deutlich erhöhten Kosten für die Kindertagesbetreuung geführt. Bund und Land haben sich nicht proportional an den gestiegenen Betriebskosten beteiligt, sodass es zur Deckung der Kosten zu stetig steigenden Elternbeiträgen und jährlich deutlich steigenden Aufwendungen in den Haushalten der Gemeinden vor Ort gekommen ist. Je nach Finanzkraft und politischem Willen der Kommunen führte dieses System unabhängig von der Qualität der Einrichtung zu in der Höhe sehr unterschiedlichen Elternbeiträgen im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Mit der neuen KiTa-Finanzierung wird das Land nun in größerem Umfang und dynamisiert zur Deckung der Betriebskosten der Kindertageseinrichtungen beitragen, damit Eltern und Kommunen finanziell entlastet werden können. Gleichzeitig soll es zu einer landesweiten Sicherung von Qualitätsstandards kommen, damit die Kinder einen vergleichbar guten Start in die frühkindliche Bildung haben.

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