Eröffnung mit Salzfest an der Berkenthiner Schleuse

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Berkenthin (LOZ). Der KulturSommer am Kanal (KuSo) der Stiftung Herzogtum Lauenburg feiert Premiere. Erstmals startet das beliebte Festival auf dem Dorf als Salzfest in Berkenthin.

Wenige Wochen vor der Eröffnung hat Intendant Frank Düwel im dortigen Amtsgebäude zusammen mit dem Präsidenten der Stiftung Klaus Schlie, dem Vizepräsidenten Wolfgang Engelmann, mit Berkenthins Bürgermeister Michael Grönheim, Krummesses Gemeindeoberhaupt Hans Peter Fiebelkorn und der Kulturwissenschaftsstudentin Janina Peters, Assistentin für die Produktion „Beat’n’Dance“, das offizielle Programm und den Reisebegleiter für 2019 vorgestellt.

Die wichtigsten Fakten vorweg: Mit rund 90 Veranstaltungen ist der KuSo noch einmal gewachsen. 2018 waren es noch 80. Das Kanu-Wander-Theater (S. 30 im Reisebegleiter) kann eine zweite Aufführung anbieten, „Beat‘n’Dance“ feiert zehnten Geburtstag (S. 33), die Oper auf dem Lande wird zur Operette auf dem Lande (S. 34) und Intendant Düwel inszeniert in Koproduktion mit der Bundesgartenschau Heilbronn höchstpersönlich das musikalische Spiel „In den Gärten“ (S. 34).

Das Programm zeige einmal mehr, dass der KulturSommer am Kanal das Festival schlechthin sei, wenn es darum gehe, Geschichten unter freiem Himmel und inmitten von Landschaften zu erzählen, stellte Intendant Düwel klar. Deshalb freue er sich in diesem Jahr besonders auf die Eröffnungsfeierlichkeiten am Sonnabend, 15. Juni, an der Berkenthiner Schleuse: Auf dem Land und direkt am Kanal – einen perfekteren Schauplatz könne er sich für die Inszenierung des Mottos „Das Wasser – das Salz – die Seele“ kaum ausmalen.

Im Zentrum der Eröffnungsfeierlichkeiten steht „Das Märchen von der Salzprinzessin“, das Anna Malten im Rahmen eines Uferspaziergangs erzählt. Unterwegs heißt es für die Gäste dann aber nicht „Schiff ahoi“, sondern: „Kamele in Sicht!“ Die Märchenerzählerin trifft am Kanal auf eine Salzkarawane. Hintergrund dieser Story ist, dass der Elbe-Lübeck-Kanal Teil der alten Salzstraße ist.

Zusätzlich zu Maltens Märchen bietet die Eröffnung ein Potpourri an Aktionen, Veranstaltungen und Kunstdarbietung an. Unter anderem präsentiert Gunda Förster Jorczyk unter dem Titel „PreExotica“ Installationen mit Sumpfpflanzen. Außerdem ist Reiner Wiedemann mit ineinander einsteckbaren Eichenobjekten vertreten. Ferner gibt es Mitmachaktionen für Jung und Alt wie das Salzsieden und das Entenangeln, liquide Botschaften in der Kirche und Musik mit „Stay Tuned“ und DJ Schütti.

Der Eröffnungstag geht zu Ende mit dem Hitzler-Werft-Konzert „The Armed Man“ in Lauenburg (S. 8).

Die vielseitige und vielgestaltige Eröffnungsfeier spiegelt wider, was für den gesamten KulturSommer gilt: Bis zum 15. Juli gibt es an 30 verschiedenen Orten eine Fülle an Events und Aktionen. Musikliebhaber kommen bei 35 Konzerten auf ihre Kosten, 38 Künstler bzw. Ausstellungen öffnen ihre Ateliers und Häuser. Hinzu kommen Veranstaltungen, in denen verschiedene Genres eine Verbindung eingehen oder die Kunst auf ein anderes Metier trifft: Hier wäre die unter dem Titel „Mannschaftsausstellung“ von Frank Düwel organisierte Begegnung (16. Juni, Groß Grönau) zwischen der Künstlerin und Sozialarbeiterin Gesine Biller, Rolf-Martin Landerl, Trainer des VfB Lübeck, und dem Journalisten Thorsten Philipps zu nennen (S. 40).

„Wir freuen uns, in diesem Jahr den KulturSommer für Kinder noch umfangreicher präsentieren zu können (ab S. 69)“, so Düwel.

Mit einer Schleusenfahrt bekommt das plattdüütsche Programm eine eigene Note von Landschaftserleben (S. 67).

Die Termine inklusive ansprechender Illustrierung finden Interessierte im offiziellen Reisebegleiter des KuSo oder im Netz unter kultursommer-am-kanal.de. Weitere Infos, Interviews und mehr gibt es zudem auf kulturportal-herzogtum.de.

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