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Ratzeburg (LOZ). Die Kreistagssitzung am Donnerstag, 13. Juni, in der Ratzeburger Gelehrtenschule wird von gleich fünf Anträgen der Kreis-CDU und von Bündnis 90/Die Grünen dominiert. Als zeitlich besonders dringlich gelten dabei die Digitalisierung der Kreisverwaltung und die Planungen zum vollinklusiven Campus Mölln; sie sollen nun forciert werden.

Online das eigene Kfz ummelden, Elterngeld oder aber einen neuen Personalausweis beantragen? Was in einigen kleineren EU-Ländern schon längst Realität ist, soll bald auch in Deutschland Standard sein.

Das Onlinezugangsgesetz sieht vor, dass bis 2022 575 Verwaltungsdienstleistungen bundesweit digital angeboten werden. Extra frei nehmen für einen Behördengang mit lästigen Wartezeiten gehört dann der Vergangenheit an.

„Das Zeitfenster ist ambitioniert aber für uns ist die Richtung klar: Digitalisierung ist mehr als Computer und Software zu kaufen. Im Kern geht es um eine komplexe Modernisierung aller Fachbereiche des Kreises Herzogtum Lauenburgs. Verwaltung muss bürgernaher, einfacher, digitaler werden,“ zeigen sich die beiden Fraktionsvorsitzenden der Kreis-CDU und von Bündnis 90/Die Grünen, Norbert Brackmann und Annedore Granz, überzeugt.

In einem gemeinsamen Antrag will das schwarz-grüne Bündnis in der Kreistagssitzung am kommenden Donnerstag deshalb wissen, welche Digitalisierungsprojekte auf Kreisebene anstehen. „Der Antrag im Kreistag dient dazu, mit Blick auf die im Herbst beginnenden Haushaltsberatungen für das Jahr 2020, die benötigten Haushaltsmittel einzuplanen. Wir sind fest entschlossen, die Entwicklung der Kreisverwaltung zu einem professionellen Dienstleister für die Menschen in unserem Kreis bestmöglich zu „pushen“, so die Fraktionsvorsitzenden.

Weiter vorangehen soll es auch beim Thema „inklusive Campus-Lösung“ am Standort der Tanneck-Schule Mölln. Seit dem Startschuss für die Planungen im zuständigen Fachausschuss des Kreises für Soziales, Bildung und Kultur sind zwischenzeitlich 16 Monate vergangen. In der Zwischenzeit hat es eine Vielzahl von Workshops zwischen den Beteiligten der beiden Schulträger und Tagungen der Lenkungsgruppe gegeben. In einem abschließenden Workshop, der am Tag nach der Kreistagssitzung in Mölln stattfinden wird, soll eine Übereinkunft über die Grundzüge eines gemeinsamen pädagogischen Konzeptes erzielt werden.

Für uns ist es wichtig, den Schülern, Lehrern, Eltern und den weiteren Beteiligten sehr deutlich zu signalisieren: „Euer Einsatz der vergangenen Monate hat sich gelohnt. Wir wollen auf dem erarbeiteten Konzept weiter aufbauen und nun schnellstmöglich den nächsten Schritt gehen. Deshalb werden wir den Landrat in der Kreistagssitzung beauftragen, mit dem Bürgermeister der Stadt Mölln in Vertragsverhandlungen einzutreten, um eine Verständigung über die Verteilung der anfallenden Bau- und Entstehungskosten sowie der Betriebskosten für den inklusiven Schul-Campus Mölln zu erzielen,“ berichten die Fraktionsvorsitzenden Brackmann und Granz.

„Mit dem Beschluss kommen wir der Realisierung einer vollinklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern unseres Förderzentrums Steinfeld-Schule und der Grundschule Tanneck einen deutlichen Schritt näher,“ zeigt sich Brackmann optimistisch. „Die Sommermonate sollen effektiv genutzt werden, damit wir die benötigten finanziellen Mittel ebenfalls in unseren Haushaltsplanungen für das Jahr 2020 berücksichtigen können, so Grünen Vorsitzende Annedore Granz abschließend.

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