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(LOZ). Zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion und lauenburgische Landtagsabgeordnete Christopher Vogt:

„Ich halte es nach wie vor für sinnvoll, dass der Bund diese wertvolle Infrastruktur nicht immer mehr zu einem Sportbootkanal werden lässt und im Zweifel irgendwann das Interesse am Kanal komplett verliert. Der Kanal ist natürlich für den Tourismus und die Naherholung in unserer Region von großer Bedeutung, aber auch die eigentlichen wirtschaftlichen Potenziale sollten wieder stärker in den Vordergrund treten. Der Bund hätte den Kanal eigentlich bereits vor Jahrzehnten ausbauen müssen, aber es ist noch nicht zu spät, die Nutzbarkeit wieder zu erhöhen. Die mögliche Kostensenkung ist in meinen Augen eine sehr gute Nachricht. Es ist zwar immer schön, wenn der Bund viel Geld in unserer Region investiert, aber natürlich muss bei jedem Infrastrukturprojekt der Aufwand in einem möglichst sinnvollen Verhältnis zum Nutzen stehen.

Ich begrüße es sehr, wenn die Grünen von mehr Rationalität sprechen, denn diese ist jetzt in der Tat von allen Beteiligten gefordert. Die Grünen waren ja so lange Befürworter des Ausbaus, bis dieser irgendwann realistisch wurde. Wenn die Kosten jetzt deutlich reduziert werden könnten, müssen auch sie wirklich Farbe bekennen. Schließlich fordern die Grünen immer wieder zu Recht die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf Schiene und Wasserstraßen. Wenn es dann konkret wird, sind sie dann aber leider allzu oft dagegen.

Beim Kanalausbau sollten nicht die politischen Ränkespiele im Vordergrund stehen, sondern der möglichst große Nutzen für unsere Region. Ich schlage deshalb vor, im kommenden Jahr eine Konferenz zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals durchzuführen, um Bundes-, Landes- und Kreisebene mit der Wirtschaft, den Umweltverbänden und den am Kanal liegenden Kommunen zusammenzubringen. Dann würden auch CDU und Grüne die Gelegenheit bekommen, einmal zu zeigen, dass sie auch bei den großen Themen im Kreis Einigkeit erreichen können. Ziel sollte es sein, in der Region einen breiten Konsens zu der Frage zu erzielen, welcher Ausbau wirklich sinnvoll wäre und die neuen Chancen, die sich für die Region daraus ergeben, auch frühzeitig zu identifizieren und zu nutzen.“

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