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Leserbrief zu den Artikeln Von Notz begrüßt langsam einziehende Rationalität beim Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals und Vogt schlägt Konferenz zum Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals vor:

Es wäre schön, wenn es so käme wie im Artikel in Aussicht gestellt: Keine Vertiefung und damit auch keine Neugestaltung der Ufer; weitgehende Vermeidung ökologischer Schäden und viel Steuergeld gespart. Aber leider geht die Rechnung nicht auf: Wer breitere, flachere Schiffe fordert und gleichzeitig behauptet, der Kanal müsse nicht verbreitert werden, widerspricht sich selbst. Und wenn dann doch verbreitert werden muss, sind zahlreiche ökologische Schäden wieder da, und die Kosten schnellen ebenfalls wieder in die Höhe.

Besonders interessant sind die Vorstellungen von automatisierten Schiffen. Mal abgesehen davon, dass selbstfahrende Fahrzeuge auch in anderen Verkehrssektoren noch keineswegs einsatzfähig sind, darf man sich fragen, wie man den Binnenschiffskapitänen, die man ja angeblich unterstützen will, erklärt, dass man sie dann in Zukunft nicht mehr braucht. So muss man wohl die Äußerungen als einen bloßen Versuch werten, den Kanalausbau seinen Kritikern um jeden Preis schmackhaft zu machen.

Eine Begründung, warum der Ausbau überhaupt nötig ist, bietet das aber nicht. Immerhin liegt dazu bereits seit drei Jahren die durch eine umfangreiche Recherche gestützte Analyse des BUND vor. Es ist längst an der Zeit, dass Befürworter des Kanalausbaus endlich inhaltlich dazu Stellung beziehen. Insofern ist der Vorschlag des Herrn Vogt nach einer Konferenz über Sinn und Chancen eines Ausbaus durchaus zu begrüßen. Wir freuen uns auf eine Teilnahme.

Dr. Heinz Klöser (BUND)

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