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Ratzeburg (LOZ). Biodiversität auf kommunalen Flächen zu fördern ist von jeher ein Herzensanliegen von Heinrich Meyer, der sich im städtischen Bauamt seit vielen Jahren für das Ratzeburger Stadtgrün verantwortlich zeigt.

Die aktuellen Diskussionen zum Thema "Klimaschutz und Artenvielfalt" haben die Aufmerksamkeit dafür deutlich erhöht und finden bei Bürgerinnen und Bürgern wie auch in der Kommunalpolitik verstärkt Resonanz und Interesse. So konnte Heinrich Meyer im Frühjahr mit zahlreichen Ausschuss- und Stadtvertretern einen Rundgang zum Thema "Stadtgrün" durchführen. Auch aus der Bevölkerung kommt zunehmend Lob für die Anlage von naturnahen Blumenwiesen auf ungenutzten Stadtflächen. Bereits über ein Hektar wurden im Stadtgebiet auf diese Weise weiterentwickelt.

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Schon kurz nach dem Aufblühen von naturnahen Blumenwiesen erobern sich zahlreiche Insekten diesen neuen Lebensraum. Foto: hfr

 

Sie durchlaufen dabei eine ganz eigene Entwicklung, von farbenfroher Blütenpacht im ersten Jahr der Anlage, wie sie gerade am Lüneburger Damm in Höhe des Karl-Adam-Gedenksteines bewundert werden kann bis zu einer fortschreitenden Diversifizierung und Sukzession, dem natürlichen Wettstreit der Arten, wie sie im zweiten Jahr aktuell auf der Baufläche beim Aqua Siwa beobachtet werden kann. Aber ganz gleich, auf welche Fläche man dabei schaut, wie auch zum Beispiel auch im Wohngebiet Barkenkamp im Bereich des Baumparks, sie sind alle voller Leben.

Zur Pflanzenvielfalt gesellt sich sofort eine Insektenvielfalt, die bei der Anlage solcher Flächen immer auch mitbedacht werden muss, wie Heinrich Meyer weiß: "Wir können nicht alle städtischen Flächen in dieser Weise umgestalten, sondern müssen dabei immer auch die Umgebung mitbetrachten. So sind Grünstreifen an und zwischen Straßen eher schwierig, weil dort die Insekten in großer Zahl zu Tode kommen."

Diese Blumenwiesen werden nur wenig gepflegt, lediglich eine Maht im Jahr ist notwendig, wobei das Mahtgut allerdings abgefahren werden muss, um den Nährstoffeintrag in diese Fläche möglichst gering zu halten. "Wir wollen auch zukünftig schauen, an welchen Standorten wir in dieser Weise mehr naturnahe Räume in unserer Stadt schaffen können, auch als weiteren kleinen Baustein zum Klima- und Artenschutz", sagt Heinrich Meyer.

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