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Müssen/Geesthacht (LOZ). In dieser Woche besuchte Burkhard Peters, MdL die Grundschule in Müssen. Gemeinsam mit Schulleiterin Sandra Schmiedl und dem Schulverbandsvorsteher Detlef Flint informierte er sich über das Medienkonzept der „digitalen Modell-Schule“ und nahm am Unterricht verschiedener Klassen teil.

Die stellvertretende Schulleiterin, Walburga Preus, begleitet die Entwicklung des Medienkonzeptes in Müssen seit 16 Jahren.

Ebenso besuchte er in Geesthacht die Hachede Schule, Förderzentrum geistige Entwicklung für den Kreis Herzogtum Lauenburg. Dort sprach er mit Sonderschulrektor Michael Harder und der stellvertretenden Schulleiterin Frederike Rumohr über den Einsatz digitaler Medien im Unterricht des Förderzentrums und nahm am Unterricht einer ersten und achten Klasse teil. Begleitet wurde er von der Vorsitzenden der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen, Annedore Granz.

Zu den Besuchen sagt der für den Kreis Herzogtum-Lauenburg und Lübeck zuständige Abgeordnete der Landtagsfraktion von Bündnis 90/die Grünen, Burkhard Peters:
„Der digitale Wandel ist in vollem Gange und wird die Art wie wir leben, kommunizieren und arbeiten grundlegend verändern. Wir müssen die jungen Leute in der Schule auf das Leben im digitalen Zeitalter vorbereiten. Dabei geht es nicht nur darum, ihnen praktische Fähigkeiten wie Programmieren beizubringen, sondern sie auch auf dem Weg zu selbstbewussten, kritischen und reflektierten Mediennutzer*innen zu begleiten.

Das Lernen mit digitalen Medien bietet auch die Chance, individueller auf die einzelnen Schüler einzugehen und den Unterricht schülerzentrierter zu gestalten. Damit das funktioniert, brauchen wir nicht nur die nötige digitale Infrastruktur wie Glasfaseranschluss und Computer, sondern auch Angebote, um Lehrer und Schüler im Umgang mit modernen Technologien zu schulen.

Mit dem Glasfaserausbau, den Erfahrungen der digitalen Modellschulen und den Mitteln aus dem Digitalpakt legen wir den Grundstein für die digitale Schule der Zukunft.“

Im Gespräch wurde noch einmal deutlich, so der Politiker, dass sehr unterschiedliche Bedarfe der Schüler berücksichtigt werden müssen. Eine rechtzeitige Abwägung der Folgekosten sei darüber hinaus zwingend, um den Schulträgern die dafür in Zukunft notwendigen Mittel an die Hand zu geben.

„Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich die Kinder schon im Grundschulalter mit den digitalen Medien umgehen. Sie konnten individuelle Erfolge vorweisen und haben sich gegenseitig bereitwillig geholfen, wenn es Probleme gab“, bemerkte der Landtagsabgeordnete abschließend.

Hintergrund zum Ausschwärmtag Digitalisierung an Schulen:

Die Digitalisierung prägt immer stärker alle unsere Lebensbereiche. Auch vor den Schulen macht die Digitalisierung nicht halt. Daraus ergeben sich große Chancen, aber auch Herausforderungen, für Lehrer und Schüler. Rund um Mittwoch, den 27. November schwärmen die Abgeordneten der Grünen Landtagsfraktion unter dem Motto „Schule digital“ aus, um sich vor Ort über den Stand der Digitalisierung an Schulen zu informieren und innovative Projekte aus dem Bereich zu besuchen.

Um die Situation vor Ort kennen zu lernen und sich über den praktischen Einsatz digitaler Medien an Schulen zu informieren, waren die Landtagsabgeordneten von Bündnis90/ Die Grünen in diesen Tagen in ihren Wahlkreisen unterwegs.

„Gemeinsames Ziel in Jamaika war und ist es, die Digitalisierung in unserem Bildungssystem und insbesondere an Schulen voranzubringen. Im digitalen Zeitalter müssen Schüler und alle Akteure an den Schulen auf eine gut funktionierende digitale Infrastruktur zurückgreifen können. Dazu gehört schnelles Internet genauso wie die passenden Endgeräte“, zitiert Burkhard Peters aus einer Pressemitteilung des Bildungsministeriums vom Februar 2019.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde auf Bundesebene der Digitalpakt verabschiedet, der die Digitalisierung an Schulen vorantreiben soll. Im Vorlauf auf den Digitalpakt des Bundes hat die Jamaika-Koalition auf Landesebene bereits im vergangenen Jahr mit den Vorbereitungen begonnen. Es wurde ein eigenes Digitalprogramm aufgelegt, das den landesweiten Glasfaseranschluss von öffentlichen Schulen vorantreibt und dafür 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Laut der Förderrichtlinie zur Mittelvergabe werden für die 800 Schulen in Schleswig-Holstein 170 Millionen Euro - auf fünf Jahre verteilt - erwartet. Mit zusätzlichen Stellen im Ministerium und einem erheblichen Ausbau des IT-Beratungsangebotes am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) unterstützt das Land Schulen und Schulträger beim Erstellen technisch-pädagogischer Einsatzkonzepte, die notwendig sind, um Mittel beantragen zu können. Ebenfalls stehen Mittel für eine weitere Qualifizierung von Lehrkräften zur Verfügung, um die Digitalisierung kompetent begleiten zu können.

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