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Martin Habersaat zu Besuch bei Dirk Petersen

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Wentorf (LOZ). Mit Beginn der Corona-Krise wurden auch im Wentorfer Rathaus Maßnahmen ergriffen, wie man sie an vielen Stellen im Land erleben konnte: Die Belegschaft wurde in Teams eingeteilt, die sich möglichst nicht begegnen sollten, um im Ansteckungsfall noch Fachleute aus allen Bereichen zur Verfügung zu haben. Die IT-Abteilung fand schnell Lösungen für die Verlagerung von Tätigkeiten ins Homeoffice, soweit das eben möglich war. „Aber ich freue mich sehr, dass wir uns jetzt wieder regelmäßig im Rathaus sehen können“, erzählte Bürgermeister Dirk Petersen jetzt dem Landtagsabgeordneten Martin Habersaat, der in jedem Sommer alle Bürgermeister seines Wahlkreises zu ausführlichen Hintergrundgesprächen besucht.

In diesem Jahr standen Corona und die Folgen im Mittelpunkt des Gespräches. Wentorf war in die Schlagzeilen gekommen, weil drei Bewohner eines Seniorenheims im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben. „Jetzt gibt es diese Einrichtung nicht mehr, für alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten gute Lösungen gefunden werden“, berichtet Petersen. Die Zuständigkeit für diesen Fall hatte allerdings nicht bei der Gemeinde gelegen, sondern beim Kreisgesundheitsamt. Nach bisherigem Stand kam die Wentorfer Wirtschaft gut durch die Krise. Das ist im Großen und Ganzen auch der Eindruck von Martin Habersaat nach verschiedenen Unternehmensbesuchen in den vergangenen Wochen. „Die Möglichkeiten der Kurzarbeit, Prämien des Bundes für die Schaffung von Ausbildungsplätzen und verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten bei Investitionen waren Maßnahmen des Bundes, für die ich viel Lob höre“, fasst der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion zusammen.

In mehreren Runden besprach Petersen die Lage der Wentorfer Schulen mit den Schulleitungen im Ort. Unter der Kurzfristigkeit von Verordnungen durch das Land hatten diesen zuweilen ebenso zu leiden wie das Rathaus. Sowohl die Schließungen als auch die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen brachten zahlreiche Fragen mit sich. Zuletzt beispielsweise auch die, wie die 96.000 Euro ausgegeben werden sollen, die der Bund für die Anschaffung digitaler Endgeräte zur Verfügung stellt. „Als Verwaltung wollen wir den Einsatz dieser Mittel koordinieren“, sagt Petersen. Schließlich werden teure Geräte angeschafft, die von Schülerinnen und Schülern dann ausgeliehen werden können.

Petersen gab seinen Gast auch einen Überblick über anstehende Entwicklungen in der Gemeinde. So bringt beispielsweise die Verlagerung der Feuerwehr auf das Gelände der ehemaligen Hauptschule eine ganze Reihe von Ereignissen für die Ortsentwicklung in Gang. Die zurzeit von der Gemeinschaftsschule genutzten mobilen Klassenräume wurden bereits versetzt. Die ehemalige Hauptschule wurde bei großem Bedarf bisher als Flüchtlingsunterkunft genutzt und steht dafür künftig nicht mehr zur Verfügung. Auch die bisher rege genutzte Ein-Feld-Sporthalle wird fehlen. Es wird sich also eine Menge tun in Wentorf, „aber es gibt auch eine Menge Kreativität, um diesen Ort zu gestalten“, freut sich Petersen, der beispielsweise die Initiative für die Einrichtung von Coworking-Arbeitsplätzen in diesem Sommer lobte.

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