Lesezeit: 3 Minuten

(LOZ). 24 Tage, rund 1.320 Kilometer zu Fuß entlang des Grünen Bandes durch Deutschland – das ist das Wanderabenteuer vom Chefredakteur des Wandermagazins und „Extremwanderer“ Thorsten Hoyer. Mehr als 40 Jahre war der Grünstreifen die streng bewachte Grenze zwischen West- und Ostdeutschland. Heute, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, ist das sogenannte Grüne Band ein Rückzugsort für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Thorsten Hoyer unternimmt diese spannende Wanderung durch eine Erinnerungslandschaft, vom Dreiländereck an der tschechischen Grenze bis nach Travemünde an der Ostsee.

In Schleswig-Holstein gehört ein Teil des Grünen Bandes zum Naturpark Lauenburgische Seen. Claudia Rösen (Naturpark Lauenburgische Seen) und Natascha Pätzold (Herzogtum Lauenburg Tourismus - HLMS) waren sofort von der Idee begeistert, den Extremwanderer ein Stück entlang des Weges zu begleiten. Nicht umsonst ist der Naturpark durch seine vielfältige Natur und das gut ausgebaute Wegenetzt beliebtes Ziel für Wanderer. Ausgerüstet mit Wanderschuhen und Fernglas trafen sie am Montagvormittag südlich von Bröthen auf Thorsten Hoyer.

Natur und Historie eng verbunden

Bei angenehmem Herbstwetter ging es zuerst durch die wunderschöne Heidelandschaft, die belebt ist von schillernden Libellen und zirpenden Grillen. Ein kurzer Abstecher zur Gartenschläger-Gedenkstätte regt Gespräche über den großen Mut an, mit dem Einzelne gegen das Unrechtssystem kämpften und dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten. Auf der weiteren Wanderung - eingetaucht in den Wald – tut die Ruhe in der Natur gut, um sich mit der bewegenden Grenzgeschichte auseinanderzusetzen. Beeindruckend sind auch die uralten Eichen, die als Naturmonumente die ehemalige Siedlung Wendisch Lieps überdauerten. Der kleine Ort in Mecklenburg-Vorpommern wurde in den 1960er Jahren zur Einrichtung des „Schutzstreifens“ binnen kürzester Zeit beseitigt. Die letzte gemeinsame Etappe führte zwischen den Naturschutzäckern in Langenlehsten hindurch. Seltene Ackerwildpflanzen, eine reiche Insektenfauna und viele Vogelarten finden hier ihren Lebensraum.

Thorsten Hoyer setzte seinen Weg ab dort allein fort – Ziel ist der Priwall, wo sich die ehemalige deutsch-deutsche Grenze in der Ostsee verliert.

Ambitioniertes Ziel

Am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wartet noch eine besondere Herausforderung: Mit zusätzlichen 160 Kilometern nonstop, also ohne Schlafpause, soll der Mauerweg in Berlin den Abschluss seines Wandervorhabens bilden. Schließlich gehört dieser besondere Abschnitt zum ehemaligen Grenzverlauf dazu. Weitere Informationen und Live-Berichte von der Strecke unter: https://wandermagazin.de.

Wanderparadies Naturpark Lauenburgische Seen

Wald, Wasser, Weite: Der älteste Naturpark Schleswig-Holsteins schützt eine vielfältige Flora und Fauna und macht die wundervolle Natur für die Menschen erlebbar. Rund 20 gekennzeichnete Rad- und Wanderwege führen im Naturpark zu den schönsten Plätzen der wald- und wiesenreichen Seenlandschaft. Durch Felder und Alleen geht es zu den Ufern der großen und kleinen Seen. Zahlreiche thematische Rundtouren informieren zu Themen wie Eiszeit, Seenlandschaft, innerdeutsche Grenze, Herrenhäusern und vielem mehr. Dabei können an Handy-Guide-Stationen über das Mobiltelefon weiterführende Informationen abgefragt werden."

Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Unterstützen Sie mit einer freiwilligen Spende den Journalismus vor Ort, der ohne Konzernvorgaben aus der Region für die Region berichtet. Mit der Spende helfen Sie uns, Sie weiterhin kostenlos mit Nachrichten zu versorgen. Der freiwillige Betrag ist ab einem Euro in ganzen Eurobeträgen frei wählbar. Eine Spendenquittung kann leider nicht ausgestellt werden. Für die Spende ist ein PayPal-Konto notwendig. Vielen Dank! Ihre LOZ-News

Betrag
 EUR

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.