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(LOZ). Trotz des bundesweiten Lockdowns mit Schul- und Geschäftsschließungen sowie weitreichenden Kontaktbeschränkungen steigen die Infektionszahlen auch im Kreis Herzogtum Lauenburg weiter rasant an.

Am Dienstagnachmittag, 5. Januar verzeichnete das Kreisgesundheitsamt 57 Neuinfektionen an einem Tag, damit steigt der Inzidenzwert ab Mittwoch auf 99,0 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. Zwei weitere Personen verstarben in der letzten Woche an ihrer Covid-19-Erkrankung, die Zahl der Verstorbenen erhöht sich damit auf 29 für den Kreis Herzogtum Lauenburg.

Grund zur Sorge bereitet derzeit vor allem die Entwicklung der Infektionszahlen in den Alten- und Pflegeheimen im Kreis. Seit Weihnachten kam es in mindestens vier Einrichtungen zu Ausbrüchen von SARS-CoV-2-Infektionen unter Bewohnern, zuletzt im Birgittenhof in Mölln. Nachdem zunächst Schnelltests bei Mitarbeitenden und Bewohnern positiv anschlugen, zeigten die PCR-Nachtestungen aller Bewohner und Beschäftigten von Montag, am Dienstag bei 26 von 88 zum Test angemeldeten Personen einen positiven Befund, davon 15 Bewohner und 11 Mitarbeitende. Am Dienstagnachmittag lagen noch nicht alle Testergebnisse für die Einrichtung vor.

„Ich hoffe, dass die begonnenen Impfungen durch die mobilen Impfteams der kassenärztlichen Vereinigung in den Pflegeeinrichtungen bald für eine Entspannung der Situation sorgen und sich das Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner deutlich vermindern wird“, erklärt Landrat Dr. Christoph Mager.

„Die Nachverfolgung der Indexfälle und ihrer Kontaktpersonen wird für die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes immer schwieriger“, so Mager weiter. „Seit Montag wird die Kontaktpersonenermittlungsgruppe des Gesundheitsamtes durch sechs Soldaten der Bundeswehr unterstützt.“ Die Soldaten vom Bundeswehrstandort Hagenow haben nach einer Einweisung ihre Tätigkeit aufgenommen.

„Trotz der Unterstützung der Bundeswehr sind wir weiter auf die Mithilfe unserer Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, so Mager. „Wenn Sie Kontaktperson sind oder selbst positiv getestet wurden, fahren Sie umgehend nach Hause und melden sich dann sofort beim Gesundheitsamt. Halten Sie dafür bitte möglichst die Kontaktdaten von Hausärzten und Arbeitgebern bereit um Folgetelefonate zu vermeiden.“

Für Kontaktpersonen und SARS-CoV-2-positiv Getestete gilt mit der 32. Allgemeinverfügung des Kreises zu SARS-CoV-2 seit dem 21. Dezember 2020 eine automatische Quarantäneverpflichtung. Außerdem müssen sich Betroffene beim Kreisgesundheitsamt melden. Unter www.kreis-rz.de/corona stehen entsprechende Online-Meldeformulare zur Verfügung. „Eine elektronische Übermittlung der Kontaktdaten hat den Vorteil, dass es nicht zu Übermittlungsfehlern beim Telefonieren kommt. Außerdem steht das Online-Kontaktformular auch außerhalb der Erreichbarkeitszeiten rund um die Uhr zur Verfügung.“

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