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(LOZ). Das Impfzentrum Nord des Kreises Herzogtum Lauenburg in Alt-Mölln hat vor knapp zwei Wochen den Betrieb aufgenommen. Seit dem 4. Januar werden täglich am Nachmittag Impfberechtigte mit dem SARS-CoV-2-Impfstoff von Pfizer/Biontech versorgt. Aufgrund der noch knappen Impfstoffversorgung sind die Termine, die man ausschließlich über die Rufnummern 116 117 oder 0800 455 655 0 sowie im Internet unter www.impfen-sh.de buchen kann, rar und begehrt.

„Leider haben wir keinen Einfluss auf die Impfstoffmengen, die dem Kreis Herzogtum Lauenburg täglich zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Landrat Dr. Christoph Mager. „Jede Impfdosis, die das Impfzentrum erreicht, wird auch verimpft. Das Impfzentrum Nord in Alt-Mölln, läuft wegen der eingeschränkten Impfstoffmenge derzeit etwa auf einem Viertel der möglichen Kapazität. Außerdem ist das Impfzentrum Süd in Geesthacht ebenfalls einsatzbereit und noch einmal um eine ganze Impflinie größer als das Impfzentrum Nord.“

Wie überall in Schleswig-Holstein wurde im Kreis Herzogtum Lauenburg zunächst mit nur einem Impfzentrum begonnen. Zunächst das Impfzentrum Nord zu öffnen hatte logistische Gründe: „Die mobilen Impfteams, die in die Alten- und Pflegeheime fahren um die besonders gefährdeten Personengruppen zu versorgen, haben ihr Logistikzentrum am Impfzentrum Nord und versorgen sich von dort aus mit der täglichen Impfstoffmenge für ihre Touren.“

Die Impfstrategie des Landes, zunächst die Alten- und Pflegeheime mit mobilen Impfteams anzulaufen, bezeichnete Mager als sehr erfolgreich: „Im Kreis Herzogtum Lauenburg sind Stand heute durch drei mobile Impfteams 73 Prozent der Pflegeheime angefahren worden. Am 15. Januar werden weitere sechs Pflegeheime aufgesucht.“

Voraussichtlich Anfang kommender Woche werden alle Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen die Erstimpfung erhalten haben – sofern Sie eingewilligt haben und die Einrichtung nicht von einem Corona-Ausbruch betroffen ist.

„Damit haben die Menschen, die nach den bisherigen Erfahrungen in der Pandemie das höchste Risiko haben, den besten Schutz erhalten. Allein in den letzten 14 Tagen sind 12 Bewohnerinnen und Bewohner aus Alten- und Pflegeheimen im Kreis verstorben. Den Schwerpunkt auf diese Bevölkerungsgruppe zu legen war deshalb richtig – auch wenn dies zur Konsequenz hat, dass zunächst weniger Impfstoff in den Impfzentren zur Verfügung steht, für den Termine gebucht werden können“, so Mager weiter.

„Bei wöchentlich rund 420 Impfdosen, also 60 am Tag, macht es auch keinen Sinn, das zweite vorgesehene Impfzentrum in Geesthacht zu öffnen. Zwar ist nachvollziehbar, dass sich die Menschen im Südkreis eine Impfmöglichkeit in der Nähe wünschen. Diese wird abhängig von der Impfstoffversorgung des Landes voraussichtlich im Februar in Geesthacht auch eröffnet. Vorgesehen sind dann zwei Impflinien in Geesthacht – neben einer Impflinie in Alt-Mölln.“

Die Impfzentren können sieben Tage in der Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden und bieten ausreichend Parkraum für Besucher. Impftermine können vor Ort nicht gebucht werden. Personen über 80 Jahren sollen nun ab dem 28. Januar durch das Land postalisch über telefonische Anmeldemöglichkeiten informiert werden, die auch längerfristige Termine ermöglichen.

Mit Stand vom 14. Januar, 18.30 Uhr gab es im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 2.143 labordiagnostisch bestätigte Fälle einer SARS-CoV-2-Infektion, 17 mehr als am Vortag. An der Erkrankung verstarben bisher 43 Personen im Kreis, als genesen gelten derzeit 1707 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt damit für Freitag, 15. Januar, auf 80,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Alle Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

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