Schul- und Kitaöffnungen verschoben

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(LOZ). Der Kreis Herzogtum Lauenburg hat heute auf seiner Internetseite unter dem Link www.kreis-rz.de/coronaingemeinden eine Karte mit Daten zum Infektionsgeschehen in den Gemeinden innerhalb des Kreises veröffentlicht. Hintergrund für die Erstellung dieser Karte sind mehrere Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf das Informationszugangsgesetz berufen und die Herausgabe dieser Daten verlangt haben. Die Karte wird werktäglich aktualisiert, das Aktualisierungsdatum ist angegeben.

Allerdings lassen diese Daten keine unmittelbaren Schlüsse auf das tatsächliche Infektionsgeschehen an einem Ort zu: „Wenn für eine Gemeinde ein Inzidenzwert von Null ausgewiesen wird, heißt dies nicht, dass in der Gemeinde keine Kontaktpersonen von sogenannten Indexfällen leben, die jederzeit zu einem Infektionsfall werden können. Auch Indexfälle, deren Infektion länger als 7 Tage zurückliegt, sind in der 7-Tage-Inzidenz nicht mehr enthalten. Auf der anderen Seite führt eine einzelne betroffene Familie in einer kleinen oder auch mittleren Gemeinde sofort zu einem Anstieg der Inzidenz auf über 100. Auch Pflegeeinrichtungen und Kliniken führen aktuell zu Verzerrungen, so dass die Zahlen nur einen Anhaltpunkt von vielen für eine Bewertung des Infektionsgeschehens darstellen“, so Landrat Christoph Mager zur Freigabe der Daten.

Ausschlaggebend für die Daten ist der jeweilige Wohnort der infizierten Personen, woher die Infektion stammt, lässt sich anhand der Karte also nicht schlussfolgern. „Die Schlussfolgerung, dass ich mich an die Kontakt- und Hygieneregelungen nicht zu halten brauche, weil in meinem Wohnort derzeit keine infizierte Person lebt, wäre gefährlich und würde zu einer noch schnelleren Verbreitung des Virus führen. Gerade jetzt, wo wir Fälle mit Virus-Mutationen wahrnehmen“, so Mager weiter.

Zur Entscheidung des Bildungs- und Sozialministeriums, die Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Herzogtum Lauenburg eine weitere Woche im Notbetrieb zu belassen und erst am kommenden Montag über eine Öffnung ab dem 1. März zu entscheiden, erklärt der Landrat: „Diese Entscheidung geht auch auf die Lageeinschätzung unseres Gesundheitsamtes zurück. Zwar ist der Inzidenzwert in den letzten Tagen gesunken. Ob dieser Trend nachhaltig ist, soll aber angesichts des im Vergleich zu anderen Kreisen hohen Ausgangswertes noch einige Tage beobachtet werden. Dabei geht es nicht um die Auswertung von Tageszahlen, sondern um die Gesamtentwicklung. Dazu gehört auch, dass sich die Zahl der Fälle der britischen Mutation des Corona-Virus in wenigen Tagen von 12 auf 30 mehr als verdoppelt hat. Betroffen sind Mitarbeitende von drei kreisansässigen Betrieben sowie mehrere Familien. Auch hier geht es darum, beobachten zu können, ob diese Infektionsherde rechtzeitig isoliert werden konnten oder in Familien mit betreuungspflichtigen Kindern streuen. Unsere Ärzte haben deshalb empfohlen, nicht Gefahr zu laufen, Einrichtungen zu öffnen, die möglicherweise eine Woche später bereits wieder geschlossen werden müssten.“

Mit Stand vom Dienstagnachmittag, 16. Februar, 15 Uhr gab es insgesamt 2.869 laborbestätigte Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Erreger im Kreis Herzogtum Lauenburg, 35 mehr als am Vortag, 69 Personen verstarben mit der Infektion. In 30 Fällen wurde die sogenannte britische Variante des Virus B1.1.7 festgestellt. 2.384 Menschen gelten zwischenzeitlich wieder als genesen, damit sind derzeit 416 Menschen akut infiziert. Der Inzidenzwert für Mittwoch, 17. Februar, steigt damit voraussichtlich auf 68,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen.

Alle aktuellen Informationen zu Corona im Kreis Herzogtum Lauenburg unter www.kreis-rz.de/corona.

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