Lesezeit: 2 Minuten

Geesthacht (LOZ). Die Geesthachter Grünen kritisieren die neue Gestaltungssatzung für die Fußgängerzone und schlagen vor: „Vielleicht könnte man ja am Rathaus ebenfalls Alkohol-Werbung generieren um damit Einnahmen für die Stadt zu erzielen?“ „Nachdem nun mehrere Gespräche, auch mit Vertretern der Wirtschaft, geführt wurden, werden leider einige Regularien, die in den Fraktionen bis dahin Konsens waren, wieder verworfen, oder aufgeweicht. Frei nach: ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern‘, soll plötzlich laut CDU/SPD/FDP auf den Sonnenschirmen, die in der Fußgängerzone aufgestellt werden dürfen, doch andere Werbung als Eigenwerbung zugelassen werden. Diese Auflockerung würde bedeuten, dass im öffentlichen Raum dann für alkoholische Getränke und ähnliches geworben würde“, so der Grünen Fraktionschef Ali Demirhan.

Bauausschussmitglied Andreas Köppe: „Vielleicht könnte man ja am Rathaus ebenfalls so eine Werbung generieren, um damit Einnahmen für die Stadt zu erzielen? Mit Außengastronomie werden Einnahmen erzielt, Einnahmen die andere Ladengeschäfte nicht erzielen können, somit müsste eine solche Investition in Sonnenschirme ohne Alkoholwerbung den Gastronomen zumutbar sein.“

Auf Antrag der Wirtschaftsvertreter sollen jetzt auch niedrige Zaunelemente in Tischhöhe als Umgrenzung erlaubt werden. Dieser Beschluss führt bei den Grünen zu Unverständnis und Kopfschütteln. Andreas Köppe: “Ein Anfahrschutz für Bäume wurde von der Verwaltung und den anderen Parteien als Stolperfalle für Sehbehinderte verworfen, Zaunelemente in Tischhöhe sollen aber als Stolperfalle zugelassen werden. Hinzu kommt noch, dass die z. Zt. Aufgestellten Zaunelemente zu mehr Verschmutzungen führen werden, als in der restlichen Fußgängerzone.“

Die Grünen befürchten, dass hinter den Zäunen Trinkbecher, Servietten und Essensreste tagelang einfach liegen bleiben und die neue Fußgängerzone unansehnlich verunstalten werden. Dazu der Fraktionsvorsitzende Ali Demirhan: „Soll die Stadt den Gastronomen hier auch noch die Reinigung abnehmen, oder ist eine Verschmutzung in Kauf zu nehmen? Last but not least wird einem Gastronomen jetzt auch noch Bestandsschutz für seinen Pavillon genehmigt. Das ist eine Ungleichbehandlung gegenüber den anderen Gastronomen und wird bei vielen Gastronomen und Bürgern auf Unverständnis führen.“

Die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen sind nicht für diese Aufweichungen der Regelungen und rufen die anderen Fraktionen dazu auf, die Alkoholwerbung auf Sonnenschirmen in der Fußgängerzone zu überdenken und aus Präventions- und Jugendschutzgründen abzulehnen. „Die neu gestaltete Fußgängerzone sollte einen Neuanfang bedeuten gegenüber den alten Regeln. Hier müsste jetzt endlich mal ein Schnitt gemacht werden.“

Facebook Kommentare