AOK zur häufigsten Hautkrankheit bei Jugendlichen

 

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Geesthacht (LOZ). Von wegen nur ein paar Pickel. Für viele Jugendliche sind Pickel und Pusteln im Gesicht gerade in der Pubertät eine Katastrophe. Manche haben nur mit ein paar Mitessern und Pickeln zu kämpfen, andere leiden unter zahllosen entzündeten Pusteln und Knötchen – und das nicht nur im Gesicht, sondern auch auf Rücken und Dekolleté. Die gute Nachricht: Akne ist in der Regel gut behandelbar. "Je früher die Therapie beginnt, desto eher bekommt man die Hautkrankheit in den Griff und Narben können verhindert werden", sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Akne in der Pubertät – fast jeder Jugendliche kennt das Problem. Manche haben nur mit ein paar Mitessern und Pickeln zu kämpfen, andere leiden unter zahllosen entzündeten Pusteln und Knötchen – und das nicht nur im Gesicht, sondern auch auf Rücken und Dekolleté. Akne ist bei Jugendlichen die häufigste Hautkrankheit. Oftmals verschwindet sie im Alter von etwa 20 Jahren von selbst. Einige Menschen haben aber noch mit über 30 Jahren Akne.

Mediziner unterscheiden zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Akne. Bei der leichten, nicht entzündlichen Form bilden sich Mitesser, die sich zum Teil schwarz verfärben. Das liegt nicht an Schmutz, sondern am Hautfarbstoff Melanin. Bei der mittelschweren Akne sind deutlich mehr Aknepickel zu sehen. Stärker entzündete Pickel werden als „Papeln“ (kleine Knötchen) oder als „Pusteln“ (mit Eiteransammlung) bezeichnet. Bei schweren Formen leiden die Betroffenen unter sehr vielen Pusteln und Knoten in der Haut. Auch nach Abklingen der Erkrankung können Narben zurückbleiben.

Psychische Belastung

Die Hautunreinheiten bedeuten in der sensiblen Phase der Pubertät oft auch eine massive psychische Belastung. Viele Teenager schämen sich für ihr Aussehen, fühlen sich hässlich, gar minderwertig. Unterstützung von Familie und Freunden kann dann besonders hilfreich sein – und das Wissen, was man tun kann und nicht tun sollte.

Viele Jugendliche meinen, dass ihre unreine Haut mit mangelnder Hygiene zu tun habe. Das Gegenteil ist der Fall: Zu häufiges Waschen kann die Haut zusätzlich reizen. Wer Akne hat, ist auch nicht selbst schuld. Auslöser ist vielmehr die Hormonumstellung in der Pubertät. Vermutlich spielt auch eine genetische Veranlagung eine Rolle.

Experten an die Haut

Es ist verführerisch, die Pickel und Mitesser ausdrücken zu wollen. Doch dadurch kann der Eiter noch tiefer in die Haut gelangen und die Entzündung verstärken. Außerdem kann Ausdrücken dazu zur Narbenbildung beitragen. Deshalb sollte man die sogenannte ‚Aknetoilette‘ besser den Experten in der Hautarztpraxis oder einem medizinischen Kosmetikstudio überlassen. Unter hygienischen Bedingungen werden die Pickel geöffnet. Dabei wird der betroffene Hautbereich zunächst mit warmem Wasser oder einem Dampfbad aufgeweicht, um die Pickel dann mit speziellen kleinen Instrumenten zu bearbeiten.

Hautpflege bei Akne

Für die tägliche Reinigung genügen lauwarmes Wasser und ein seifenfreies Reinigungsmittel, das dem pH-Wert der Haut angepasst ist.

Tagescreme und Make-up sollten möglichst wenig Fett enthalten, zu empfehlen sind leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen. Diese Hautpflege kann bei leichter Akne schon ausreichend sein.

In Apotheken oder Drogerien sind chemische Schälmittel erhältlich: Sie trocknen die Haut aus, tragen oberflächliche Hautschuppen ab, damit der Talg besser abfließen kann, und wirken antibakteriell. Getönt können sie als Make-up genutzt werden und decken Hautunreinheiten ab.

Schwere Akne sollte in jedem Fall vom Hautarzt behandelt werden. Er entscheidet auch darüber, wann der Einsatz von Medikamenten wie beispielsweise Hormone oder Antibiotika erforderlich ist. Möglich wäre auch eine Phototherapie. Das ist eine Behandlung mit UV-Licht unter ärztlicher Aufsicht.

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