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Im Bundestag und Kreistag will der CDU Politiker weiter aktiv sein

 

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Mölln (wre). Der Kreistags- und Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU) hatte nach Mölln geladen, um auf bisher erreichtes zu blicken und auch einen kleinen Ausblick auf zukünftige Aufgaben zu geben. Auch wenn Brackmann bereits seit 1978 im Kreistag und seit 2009 im Bundestag sitz, denkt der 63jährige noch lange nicht ans Aufhören. „Rente? Was ist das“, fragt Brackmann scherzhaft, wenn man ihn fragt wie lange er noch als Politiker tätig sein will. So wird er auch im Mai antreten um wieder in den Kreistag einzuziehen. „Ob ich den wieder Fraktionsvorsitzender werde muss aber die Fraktion bestimmen“, so Brackmann. Er wird aber nicht als Spitzenkandidat antreten.

Bisher sicher ist ihm ein Platz als Kandidat für ein Direktmandat. Die Listenplätze stehen noch nicht fest. „Wir werden wohl so 30 bis 40 Plätze festlegen, da zu erwarten ist, dass es wieder innerhalb von fünf Jahren zu diversen Nachrückern kommen wird“, so Norbert Brackmann. Ob die Junge Union wie gefordert mit zwei Plätzen unter den ersten 12 Listenkandidaten vertreten sein wird, sei aber noch unklar. „Das entscheidet die Partei, aber das ist ein wirklich ehrgeiziges Ziel der Jungen Union, ein schwieriges Unterfangen“, erklärt Brackmann. Er betont aber, dass die JU „repräsentativ vertreten sein sollte“. Von Quotenregelungen hält Brackmann ohnehin nicht viel. „Es sollte der die Aufgabe übernehmen, der am besten geeignet ist und nicht das richtige Geschlecht hat“, so Brackmann. „Es wäre ja fatal, wenn man an einer besser geeigneten Person vorbeigen müsste um jemand anderes zu nominieren, nur weil es die Quote so will.“

Im Bundestag sind vor allem die Finanzen das Steckenpferd von Brackmann. Als Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Haushaltsausschuss hat er immer einen Blick auf die Finanzen. „Ich bin sehr zufrieden mit der Tätigkeit“, sagt Brackmann und geht davon aus, dass er auch künftig unter der neuen Bundesregierung die Aufgabe übernehmen wird. Der Blick auf die Finanzen hat auch schon so manche Fördersumme in das Herzogtum Lauenburg gebracht. Brackmann zählt auf, dass zum Beispiel aus dem Topf „Forschung, Wirtschaft und Klimaschutz“ mehrere Millionen an das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht gegangen sind. Auch die Stadt Schwarzenbek erhielt knapp 200.000 Euro für das Klimaschutzmanagement. Worlée in Lauenburg erhielt knapp 130.000 Euro für die Umsetzung von Vorhaben zur Energiewende. An Fördermitteln oder Zusagen hat der Bund 15,45 Millionen Euro für den Kreis bereitgestellt.

1,8 Millionen Euro werden auch für ein Projekt zum autonomen Fahren nach Lauenburg gehen. Dort soll ab 2019 ein selbstfahrender Bus durch die Altstadt bis zum ZOB fahren. „Es wird aber eine Serviceperson immer dabei sein um zum Beispiel Fragen zu beantworten oder auch zu helfen“, so Brackmann. „Auch beim Schienenverkehr gibt es gute Nachrichten“, freut sich Brackmann. Denn Büchen wurde mit in das freiwillige Lärmsanierungsprogramm mit aufgenommen. Das bedeute aber vorerst nur eine ergebnisoffene erneute Überprüfung. Ob es dann Empfehlungen für Lärmschutzmaßnahmen geben wird steht noch nicht fest. „Die Bürger in Büchen haben aber gute Aussichten zusätzlichen Lärmschutz zu bekommen, da die Grenzwerte um 3 Dezibel abgesenkt wurden“, sagt Brackmann.

Weniger Hoffnung macht der CDU Politiker den Büchenern bei der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal. Noch gibt es keine Einigung darüber, ob das Land kosten übernimmt. Landes-Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz hatte bereits verkündet, dass er dort keinen Handlungsbedarf sieht. Der Bund wird erst tätig, wenn der Ausbau des Kanals ansteht. Dann würde auch der Bund die Planungen übernehmen, falls das Land nichts tun würde. „Bezahlen müssten sie aber trotzdem, es würde dann eben eine Rechnung vom Bund geben, die notfalls auch vor Gericht landen würde, sollte das Land nicht zahlen wollen“, erklärt Brackmann. Aber Zeitpläne gibt es nicht. „Soweit sind die Planungen noch nicht“, so Brackmann weiter. Es wird wohl daher noch viele Jahre die einseitige Sperrung zwischen Büchen und Büchen-Dorf geben.