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Praktikumswoche Schleswig-Holstein: Fünf Berufe in fünf Tagen

Kategorie: Junges Herzogtum
(LOZ). Was will ich eigentlich nach der Schule machen? Studieren? Eine Ausbildung? Freiwilliges soziales Jahr? Gerade während der Corona-Pandemie gab es in den letzten zwei Jahren für Schülerinnen und Schüler wenig Möglichkeiten, sich zu orientieren. Berufliche Orientierung war…

Ende November endet der TaBuLa-Fahrgastbetrieb in Lauenburg – Jetzt noch Probefahren

Foto: W. Reichenbächer

 

Lauenburg (LOZ). Eine aufregende Zeit für das TaBuLa-Team und die Stadt Lauenburg neigt sich dem Ende zu. Der Fahrgastbetrieb der beiden automatisiert fahrenden Shuttle in Lauenburg wird Ende November eingestellt. Grund genug, die verbleibenden Wochen für einen Ausflug nach Lauenburg und eine Mitfahrt im ersten automatisiert fahrenden Nahverkehr im Kreis Herzogtum Lauenburg zu nutzen. Das blaue und das rote Shuttle fahren bis zum letzten Betriebstag am 30. November zu den üblichen Zeiten von Dienstag bis Samstag. Fahrpläne können unter www.tabulashuttle.de abgerufen werden.

Der erlebbare Teil des Projektes endet zwar, die Forschung und Auswertung der gesammelten Daten und Erfahrungen wird aber noch bis Mitte 2022 andauern. Die Ergebnisse und Abschlussberichte werden der Öffentlichkeit und anderen Forschungsprojekten zugänglich gemacht, damit das automatisierte Fahren mit dem Schwerpunkt öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum weiter vorangetrieben werden kann.

„TaBuLa war von Anfang an als Forschungsprojekt angelegt“, bestätigt Matthias Grote. „Wir haben viel gelernt, wussten aber, dass irgendwann auch die Frage im Raum stehen würde: Lässt sich so ein Fahrzeug in einen Echtbetrieb überführen?“ Dabei spielt dann auch die Kostenfrage eine entscheidende Rolle: „Erst wenn ein solches automatisiertes Fahrzeug übliche Geschwindigkeiten erreicht, auf eine fahrzeugbegleitende Person verzichtet werden kann und dabei verlässlich funktioniert, erwarten wir, dass die Kosten im Vergleich zum Standardbus sich um ein Drittel reduzieren.“ Aufgrund dieser hohen Kosten und des akuten Mangels an Fahrpersonal bleibt es deshalb leider weiterhin schwierig, das ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum attraktiver zu gestalten.

Das TaBuLa-Team mit allen Kooperationspartnern ist stolz auf das Erreichte. Das Projekt konnte nicht nur als Ankerprojekt auf dem ITS World Congress in Hamburg glänzen, sondern wurde darüber hinaus mit dem Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr in der Kategorie „Neue Mobilität“ ausgezeichnet. „Das Wichtigste ist aber, dass wir hier durch unsere Forschung für die Mobilität der Zukunft vielen Menschen neue Technik nähergebracht haben und von rund 1.500 Personen Feedback in Umfragen und Workshops bekommen haben – den Unterstützenden und Kritikern gilt daher unser Dank“, so Grote weiter. Die Ergebnisse des Projektes werden nach Abschluss der Auswertungen auf der Projekthomepage veröffentlicht.

Aber nicht nur die Shuttle sind Bestandteil der Forschung, auch der Transport von Briefen und Päckchen mittels Robotern wird noch in Lauenburg erprobt. Die beiden Transportroboter namens „Laura“ werden auch in den letzten Projekttagen die Shuttle in Lauenburg begleiten. Zu sehen sind sie gewöhnlich Dienstag-, Donnerstag- und Freitagvormittag rund um den Amtsplatz (9.30 bis 10.30 Uhr) und am Elbschifffahrtsmuseum (gegen 11 Uhr). Die vom Institut für Technische Logistik der TUHH für die Pflasterstraßen von Lauenburg entwickelten Transportroboter werden auf jeden Fall in neue Projekte überführt, es bleibt daher spannend, wo und wann Shuttles und Lauras wieder eingesetzt werden.

Das „Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg (TaBuLa)“ sowie das Nachfolgeprojekt „TaBuLa-LOG – Kombinierter Personen- und Warentransport in automatisierten Shuttles“ werden durch die Projektpartner Technische Universität Hamburg und Kreis Herzogtum Lauenburg getragen und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinien „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ und „Ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem durch automatisiertes Fahren und Vernetzung“ mit 3,7 Millionen Euro gefördert.

Wolfgang

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