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Praktikumswoche Schleswig-Holstein: Fünf Berufe in fünf Tagen

Kategorie: Junges Herzogtum
(LOZ). Was will ich eigentlich nach der Schule machen? Studieren? Eine Ausbildung? Freiwilliges soziales Jahr? Gerade während der Corona-Pandemie gab es in den letzten zwei Jahren für Schülerinnen und Schüler wenig Möglichkeiten, sich zu orientieren. Berufliche Orientierung war…

SPD Geesthacht trauert um herausragenden Kommunalpolitiker

Foto: hfr

 

Geestacht. Jürgen Vollbrandt, langjähriger SPD-Ratsherr, ist am 21. Oktober - kurz vor seinem 79. Geburtstag - verstorben. „Jürgen ist am 1.11.1971 in die SPD eingetreten. Wir hätten ihn demnächst für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt. Jürgen Vollbrandt war ein herausragender SPD-Kommunalpolitiker“, so Julian Peemöller, SPD Vorsitzender.

Zunächst war Jürgen Vollbrandt von 1974 - 1978 für die SPD im Kreistag aktiv gewesen. Ab 1978 hatte er sich für ein Engagement vor Ort - in der Geesthachter Ratsversammlung – entschieden, das 2008 endete. Jürgen Vollbrandt ist der Vater des Geesthachter Umweltamtes. Mit der ihm eigenen Beharrlichkeit hatte er für Umweltbelange gestritten, als viele diesem Thema noch keine große Bedeutung beimaßen. Jürgen Vollbrandt war Geesthachts erster Umweltdezernent - anerkannt auch bei anderen Fraktionen. Als Kommunalpolitiker hatte Jürgen Vollbrandt hatte nicht nur eine politische Vision. Er hatte auch eine Vorstellung, wie man zielstrebig für die Umsetzung sorgt. Seinem ihm eigenen beharrlichen Bestreben ist es maßgeblich mit zu verdanken, dass die SPD in der Periode 1986 - 1990 das Naturschutzgebiet Besenhorster Sandberge gemeinsam mit der FDP durchsetzte. Auch andere heute selbstverständliche Instrumente wie die Biotopkartierung, privater und öffentlicher Baumschutz, Biotopschutz hat er maßgeblich vorangetrieben und für eine Realisierung gesorgt.

Neben der Umweltpolitik war die Stadtplanung und –entwicklung sein politischer Schwerpunkt. Aufgewachsen im Südwesten Deutschlands und in Berlin – dort hatte er studiert – konnte Jürgen Vollbrandt bereits vor 30 Jahren nicht verstehen, wieso Geesthacht nicht mehr aus der Lage an der Elbe macht. Ihm hat Geesthacht ein erstes Stadtentwicklungskonzept zu verdanken, das dieses Potential für alle sichtbar aufzeigte. Die Entwicklung an der Hafencity und das Projekt „Geesthacht an die Elbe“ sind späte Erfolge seines Weitblicks und Beharrungsvermögens.

In schwierigen Zeiten übernahm Jürgen Vollbrandt Verantwortung in der SPD-Fraktion. Lange Jahre war er SPD-Fraktionsvorsitzender. In seine Zeit fielen die Gespräche mit der Kieler SPD-Landesregierung zur Gründung der Geesthachter Gesamtschule, heutige Alfred-Nobel-Schule. Hier kämpfte er als Fraktionsvorsitzender hartnäckig für fortschrittliche Bildungspolitik, die umgesetzt und nicht nur in Wahlprogramme geschrieben wird.

Im Jahr 2008 entschloss er sich, der Kommunalpolitik „Ade“ zu sagen und sich ausschließlich seinem zweiten großen Steckenpferd zu widmen – der Umweltpolitik im NABU. Bis 2021 hat er Stellungnahmen im Rahmen von F- und B-Planverfahren abgegeben.

Jürgen Vollbrandt gehörte – neben anderen Geesthachter Sozialdemokraten – zu den schleswig-holsteinischen Wegbereitern des von der SH-SPD maßgeblich vorangetriebenen Atomausstiegs. Auf Landesebene engagierte er sich bis zum Schluss im SPD-Umweltforum.

SPD-Fraktionsvorsitzende Petra Burmeister: „Jürgen Vollbrandt war ein sachkundiger, streitbarer, über die Maßen engagierter, glaubwürdiger und empathischer Sozialdemokrat. Einfühlungsvermögen und persönliche Anteilnahme waren ihm schon wichtig, als viele das Wort Empathie noch gar nicht kannten.“

Wolfgang

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