Drei Gemeinschaftsschulen nutzen Angebot des Kreisjugendrings

 

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(LOZ). Fit machen für mehr Mitbestimmung in der Schule. Das ist das Ziel des außerschulischen Angebots „Fit für Mitbestimmung“ des Kreisjugendrings Herzogtum Lauenburg, welches zum zweiten Mal gestartet ist.

Das aus Schleswig-Flensburg stammende Konzept wurde 2016 vom Kreisjugendring in den Kreis Herzogtum Lauenburg geholt. Bereits im Schuljahr 2016/2017 begeisterte der Kreisjugendring Schulen aus Geesthacht und Schwarzenbek für diese Art der Qualifizierung für Beteiligung in der Schule. Schülervertretungen und ihre begleitenden Lehrkräfte waren nun erneut an zweieinhalb Tagen mit Übernachtung zusammen. Drei junge Referenten des Kreisjugendringes, die selbst eine jahrelange Erfahrung in der ehrenamtlichen Jugendarbeit haben und selbst angehende Lehrer sind, führten durch das Programm. Mit über 20 Schülern der Gemeinschaftsschulen Lauenburg, Mölln und Schwarzenbek startete das schulübergreifende Training nun für das laufende Schuljahr erfolgreich.

Ziel der Qualifizierung der Schülervertretungen ist, dass sich Schüler mit ihren Rechten in Schule auseinandersetzen und die Kompetenzen erwerben, um sich für diese einzusetzen und Schule aktiv mitzugestalten. „Dass sie Mitglied der Schülervertretung sind, bedeutet nicht unbedingt, dass die Schüler auch wissen, wo sie mitbestimmen und was sie bewegen können“, sagt Sara Opitz vom Kreisjugendring, dort für die lokale Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ zuständig.

Die Schüler setzen sich nicht nur mit ihren Beteiligungsrechten in Schule auseinander sondern werden auch fit gemacht in den Bereichen Kommunikation und Rhetorik sowie Projektentwicklung und –umsetzung. „Gleichzeitig sehen wir diese Schüler und Schülerinnen sowie ihre Lehrkräfte als Multiplikatoren für mehr Demokratie, Verantwortung und Engagement innerhalb und außerhalb von Schule“, stellt Arne Strickrodt, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, heraus und macht so auf die grundsätzliche Bedeutung von Beteiligung von Jugendlichen aufmerksam.

So wurden während des Seminars die Wunschfenster mit vielen Vorhaben gefüllt und Schritt für Schritt für eine Umsetzung weiterentwickelt. Die erarbeiteten Projekte nehmen die Schülervertretungen nun mit zurück in ihre Schulen, um sie dort innerhalb der nächsten Monate in den Alltag zu integrieren und umzusetzen. Im Frühjahr werden sich dann alle Teilnehmenden im Rahmen eines Reflexionsseminars wiedersehen und sich über Erfolge und Stolpersteine austauschen.

„Fit für Mitbestimmung“ wird durch die Partnerschaften für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Stadt Lauenburg/Elbe im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Gemeinschaftsaktion „Schleswig-Holstein – Land für Kinder“ gefördert.