8.000 Besucher erlebten einen tollen Tag der Jugendarbeit in Kooperation mit dem Kinderfest der Stadt Mölln

 

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Mölln (LOZ). 8.000 Besucher eroberten beim HerzogTumult des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR) und dem Kinderfest der Stadt Mölln den Kurpark. Über sieben Stunden boten Jugendverbände und Vereine bei bestem Wetter ein kurzweiliges Programm. „Wir sind begeistert, dass wir heute so vielen Kinder, Jugendlichen und Familien zeigen konnten, was Jugendarbeit ausmacht“, sagte ein sichtlich stolzer Jens Pechel, 1. Vorsitzender des KJR. „Bunt, vielfältig, spannend und erlebnisreich – so wie die Kinder- und Jugendarbeit ist, war auch HerzogTumult“, so Pechel weiter.

Egal ob die Jugendfeuerwehren, die DLRG-Jugend, das Jugendrotkreuz, die THW-Jugend, die Siedlerjugend, die Sportvereine, die Jugendringe aus Mölln, Ratzeburg und Schwarzenbek, die Jugendzentren aus Mölln und Ratzeburg, der Kinderschutzbund, das Familienzentrum, die Erziehungsberatungsstelle, das Lebenshilfewerk, der Kinder- und Jugendbeirat Mölln sowie das Jugendforum „Demokratie leben“ oder der Kreisjugendring – alle zeigten, was sie Kindern und Jugendlichen regelmäßig bieten.

Lachende Kindergesichter, engagierte Jugendliche und interessierte Eltern waren den gesamten Tag über im Kurpark zu sehen. Dass Jugendarbeit mehr ist als viel Spaß und Freude, konnte man überall erleben. „Die Vereine bieten den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung, denn hier erweitern sie ihre Kompetenzen, sammeln neue Erfahrungen und können mitbestimmen, was passiert“, so Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR. „Vielleicht findet durch HerzogTumult der eine oder die andere den Weg in den Verein oder zu einer Jugendgruppe“, beschreibt Eugenia Roo, 2. Vorsitzende des KJR, ein Ziel des Tages der Jugendarbeit.

Viele Eltern waren begeistert von dem Angebot und der Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren. Denn während die Kids sich an den vielen Kreativ- und Spielangeboten vergnügten, gab es tolle Gespräche mit den Mitarbeitern der Erziehungsberatung, des Familienzentrums, der Elternvertretung der Kindertagesstätten oder der Jugendzentren. Dass die örtlichen Jugendringe aus Mölln, Ratzeburg und Schwarzenbek nicht nur ein buntes Ferienprogramm in den Sommerferien auf die Beine stellen, erlebten Eltern und Kinder bei verschiedensten Spiel- und Bastelaktionen.

Neben dem Informieren stand aber auch das Ausprobieren und Erleben im Vordergrund. Während es an der Kletterwand der Möllner Sportvereinigung hoch hinausging, ging es heiß her bei der Kreisjugendfeuerwehr auf dem Kletterparcours der Feuertaufe. Mit ihrem Beachflag-Wettkampf begeisterte die DLRG – Jugend diesmal auf dem Lande, sein Wissen teste man beim Baderegel-Memory. Das Jugendrotkreuz war mit drei verletzten Teddys angerückt, die dann durch Jung und Alt verbunden, gepflastert und getröstet wurden.

Erholung gab es bei den fabelhaften Geschichten der Siedlerjugend Ratzeburg. Die Mal-, Speckstein- und Tonstraße des Deutschen Kinderschutzbundes förderte bei vielen Kindern die Kreativität zu Tage und nebenbei wurde über die Kinderrechte informiert. Beim Parcours der Einschränkungen des Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow gab es so manchen Aha-Effekt.

„Toll, so was habe ich in der Vielfalt und Größe noch nicht erlebt“, zeigte sich Kreispräsident Meinhard Füllner begeistert von dem Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die diesen Tag mit viel Herzblut gestalteten. „Es ist ein toller Tag. Dies ist Werbung für unsere Arbeit in den Vereinen“, so die einhellige Meinung der vielen, insbesondere jungen Ehrenamtlichen.

Werben möchte auch der Jugendliche Tjalf Cosmilla (20). „Gerne würde ich einen öffentlichen Calisthenics-Park in Mölln sehen. Dies ist ein Treffpunkt, an dem verschiedene Geräte stehen, an denen man unterschiedliche Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht ausführt“, erläutert er. Für HerzogTumult hat er nun einen mobilen Calisthenics-Park organisiert, mit dem er seine Idee einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat. „Ich habe einige Interessierte heute getroffen, die mein Anliegen teilen“, berichtet Tjalf, der auch schon Kontakt mit der Stadt Mölln aufgenommen hat.

Es gab nicht nur Aktionen zum Ausprobieren und Mitmachen, man konnte auch einfach der Musik lauschen. Auf der Bühne präsentierten Jugendbands und Tanzgruppen einen Ausschnitt aus ihrem Repertoire. So begeisterte Samba-Zamba des Marion-Dönhoff-Gymnasiums mit flotten Rhythmen auf den Trommeln, die Bollywood-Gruppe Mölln tanzte in bunten Kostümen und der Musikverein der Aussiedler brachte Klänge aus ihrer Heimat mit. Frischen Hip-Hop präsentierten die Jugendlichen Armend, Paulinho und Boris. Während man bei dem Auftritt der Kreismusikschule klassischer Musik lauschen konnte, rockten anschließend „About Blank“ die Bühne.

„Eine gelungene Veranstaltung mit einem unglaublich vielfältigen Angebot, was Kinder, Jugendliche, Familien und Ältere gleichermaßen ansprach. Unser Dank gilt den vielen Vereinen und Organisationen sowie unserem tollen Kooperationspartner, der Kurverwaltung Mölln und seinem Kinderfest“, resümierte Ute Ostendorf, Projektleiterin des Kreisjugendringes.

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