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(LOZ). Zum zweiten Mal lud der Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg zum Workshop mit Planspiel „Wenn du mich fragst…“ ein. Und zum zweiten Mal kamen junge Teilnehmende aus dem ganzen Kreisgebiet zusammen, um mit interaktiven Methoden Einblicke in politische Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse zu erhalten. Schirmherr der Veranstaltung war Kreispräsident Meinhard Füllner.

Am ersten Tag stand ein Planspiel auf dem Programm, welches mit Blick auf die Europawahl im Mai 2019 einen Schwerpunkt auf die Europäische Union legte. Kurzerhand wurden verschiedene Rollen der Europäischen Kommission, des Rats der EU und des Ausschusses der Regionen an die Teilnehmenden verteilt. Unter Beteiligung letztjähriger Teilnehmender wurde das Thema Klimaschutz als inhaltlicher Schirm für diesen Workshop im Vorfeld ausgesucht. „Ein gesamtgesellschaftliches Thema wie dieses stößt bei vielen jungen Leuten auf großes Interesse. Dazu schafft es spannende Handlungsspielräume vom einzelnen Menschen über die Kommune bis zur EU und darüber hinaus“, erklärt Sara Opitz, Projektkoordinatorin vom Kreisjugendring, die Wahl für den Klima-Schwerpunkt.

Die angereisten Trainer von planpolitik aus Berlin begleiteten die jungen „Politiker auf Zeit“ durch mehrere Ausschuss- und Plenarsitzungen. Auch die Rolle der Presse war vertreten. Klar wurde, dass das Aushandeln von Entscheidungen auf der europäischen Ebene, wo verschiedene regionale, überregionale und nationale Interessen aufeinandertreffen, nicht einfach ist. Viel Engagement und Kompromissfähigkeit wurde den Jugendlichen zwischen 14 und 22 Jahren dabei abverlangt.

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Teilnehmende schlüpften während des Planspiels auch in die Rolle der Presse. Foto: hfr

 

Am Abend trafen die jungen Menschen dann auf Kommunalpolitiker aus den Parteien CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP. Der Kreispräsident hatte im Vorfeld alle Kreistagsfraktionen eingeladen. In einer interaktiven Diskussionsrunde kamen die Teilnehmenden und die Politik ins Gespräch. Dabei hatten die Jugendlichen viele Fragen in der Hinterhand. Von politischen Entscheidungen in und außerhalb von Parlamenten, über konkretes Handeln gegen Antisemitismus in der Schule bis hin zum Digitalpakt des Bundes und der Länder wurden diverse Themen angesprochen und diskutiert. In anschließenden Kleingruppengesprächen konnten die jungen Menschen offen gebliebene Fragen bis in die Abendstunden mit den Politikern weiterdiskutieren.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen eigener politischer Ideen. Im Rahmen einer Kampagnenwerkstatt erarbeiteten die Teilnehmenden Ideen zum kommunalen Klimaschutz und auch, wie junge Menschen für die EU und die Wahl im Mai begeistert werden können. Dabei nutzten sie digitale Medien oder Videos für Kampagnen mit den Titeln „bus to work“, „Es ist nicht egal – kauf regional“ oder „Das was du willst, ist das, was die EU braucht“. Die abschließend an den Präsentationen teilnehmende Politik sprach hier ihre Begeisterung für die teils unkonventionellen, aber klug durchdachten Ansätze aus. „Einige Teilnehmende gaben die Rückmeldung, dass sie ihre Kampagnenideen gerne mit der Unterstützung des KJR weiterverfolgen würden“, so Sara Opitz.

„Wenn du mich fragst…“ wird von der Partnerschaft für Demokratie Kreis Herzogtum Lauenburg im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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