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(LOZ). Lukas Hinsch ist frisch ausgelernter Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und hat mit seinem Abschluss auch gleichzeitig seinen mittleren Schulabschluss erworben. Den Ausbildungsplatz bei der Ahrensburger Zentralheizungsbau GmbH hatte er mit Hilfe seiner Berufsberaterin Stefanie Santag-Cox gefunden. Die Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe wirbt im Rahmen der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ für die duale Ausbildung und die Angebote der Berufsberatung.

„Die Geschichte von Lukas Hinsch zeigt, dass es sich lohnt, die Unterstützung unserer Berufsberater in Anspruch zu nehmen. Sie helfen bei der Berufswahl, geben Tipps für die erste Bewerbung und die Suche nach einem Ausbildungsplatz“, wirbt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit. „Genauso zeigt sie, dass Jugendliche auch über eine duale Ausbildung einen mittleren Schulabschluss erreichen können. Zudem bietet eine Ausbildung die Basis für weitere berufliche Qualifizierungen und Weiterbildungen. In Richtung der Unternehmen appelliere ich, bei der Auswahl des Ausbildungsnachwuchses nicht nur auf die Schulnoten zu achten. In einem Praktikum zeigen junge Menschen häufig Fähigkeiten, die sich nicht in ihren Schulnoten finden.“

Den ersten Kontakt hatten Berufsberaterin Stefanie Santag-Cox und Lukas Hinsch seinerzeit in der Schulsprechstunde an der Hahnheide-Schule in Trittau. Lukas suchte ihre Hilfe zu seinen Bewerbungsunterlagen. Sie arbeiteten gemeinsam seine Unterlagen auf und sprachen auch über seine Stärken und Schwächen. Beides sind wichtige Standardfragen im Vorstellungsgespräch, auf die sich Jugendliche einstellen sollten und auch vorbereiten können, weiß die Berufsberaterin.

Da der damals sechzehnjährige Trittauer schon genau wusste, dass er nach der 9. Klasse mit dem ersten allgemeinen Schulabschluss die Schule verlassen wird und eine handwerkliche Ausbildung machen möchte, gab Santag-Cox ihm den Tipp, sich bei der Ahrensburger Zentralheizungsbau GmbH (AZB) zu bewerben. Sie wusste, dass Geschäftsführer Peer Klimmek ausbildet und auch wieder Auszubildende zum Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sucht. Beide wurden sich dann schnell einig und vereinbarten ein Praktikum. „Lukas hatte nicht die richtig guten Noten, aber man merkte, dass er über die Berufsberatung gut vorbereitet war auf Beruf und Betrieb“, sagt Klimmek. „Wir setzen bei der Azubisuche auf Praktika, damit die Jugendlichen zeigen können, dass sie motiviert sind und in unser Team passen. Das ist für mich entscheidender als allein der Blick auf das Schulzeugnis.“

In den vierzehn Tagen Praktikum unterstützte Hinsch dann das AZB-Team bei der Modernisierung eines Baumarktes. „Ich habe mich riesig gefreut, als ich am letzten Tag meines Praktikums einen Ausbildungsvertrag angeboten bekam“, erzählt Hinsch. Den haben beide Seiten auch gleich unterschrieben. „Die zwei Wochen liefen mit Lukas wirklich sehr gut. Deshalb wollten wir ihn auch gleich als Auszubildenden an uns binden“, so der AZB-Geschäftsführer.

Mit dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss ist der junge Trittauer von Klimmek auch als Geselle übernommen worden. „Lukas hat sich in der Ausbildung sehr gut entwickelt. Mit seinen guten Leistungen hat er sogar seinen mittleren Schulabschluss erhalten, was uns sehr freut“, erzählt Klimmek. Dazu ergänzt die Berufsberaterin: „Viele, auch Eltern, wissen nicht, dass mit dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss und einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in der Berufsschule gleichzeitig der mittlere Schulabschluss erreicht wird.“

Für den anstehenden Ausbildungsbeginn im Herbst sucht Peer Klimmek auch wieder junge Interessenten: „Neben Lukas hat ein zweiter Azubi seine Ausbildung abgeschlossen. Deshalb suchen wir zwei neue Lehrlinge zum Herbst. Was viele nicht wissen: Der Beruf des Anlagenmechanikers hat sich zu einem Allrounder in der Haustechnik entwickelt“, wirbt der AZB-Chef für den Handwerksberuf. „Neben den handwerklichen Grundlagen ist er durch neue Techniken vielseitiger geworden. Spezialisierungen auf Solartechnik, andere regenerative Energien bis hin zum Smart Home bieten Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.“ Er freut sich, wenn Bewerber zuvor auch bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit gewesen sind. „Eine gute und zielführende Beratung und Ausbildungsvermittlung hilft allen. Die jungen Leute sind so besser auf einen Beruf, einen Betrieb und das Vorstellungsgespräch vorbereitet“, sagt Klimmek. 

„Wir Berufsberater bieten eine breite Unterstützung: Hilfe bei der Wahl des richtigen Berufes, Beratung zu den Entwicklungsmöglichkeiten in den einzelnen Berufen, Bewerbungscoaching oder die Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und einem passenden Ausbildungsbetrieb. Jeder Jugendliche bekommt das für ihn passende Angebot, wenn er zu uns kommt“, so Berufsberaterin Santag-Cox abschließend. 

Termine beim Berufsberater können über die kostenlose Service-Rufnummer 0800 / 455 55 00 oder per Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.

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