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Von Merle Scharnweber

Lauenburg. „Heute wollen wir mal kreativ werden“, verkündet Philip Graffam nach der obligatorischen Top und Flop Runde, bei der alle erzählen können, was in der Woche schön oder weniger schön gewesen ist. Es ist Freitagabend und das kann für uns Jugendliche des taCh-Kreises der evangelischen Jugend Lauenburg nur eins bedeuten:

Wir treffen uns zusammen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, um zu singen, uns über verschiedene Themen auszutauschen oder Spiele zu spielen. Heute soll der Abend ganz im Zeichen des Umweltschutzes stehen, denn wie Philip uns ins Gedächtnis ruft, ist für Freitag den 25. September von der Fridays for Future Organisation zu einem weiteren globalen Klimastreik aufgerufen worden.

Da wir uns schon in der Vergangenheit mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt haben, sind wir begeistert, als Philip nun vorschlägt, mit verschiedenen Aktionen selbst etwas zum Klimastreiktag beizutragen. Damit jeder sich individuell einbringen kann, bilden sich rasch drei Kleingruppen, in denen zu den unterschiedlichen Projektideen gearbeitet wird. Diejenigen, die gerne am Computer arbeiten, sammeln sich um Philip, der mit seiner Kleingruppe ein Banner designt, von dem diese Woche gleich fünf Stück in der Stadt aufgehängt werden sollen.

Wer sich, wie Philip so schön sagt, „schon immer mal legal als Sprayer betätigen wollte“ geht mit Olivia nach draußen. Ganz im Sinne des Umweltschutzes wollen wir nämlich nicht nur neue Banner entwerfen, sondern auch bereits genutzte übersprühen und erneut in den öffentlichen Gebäuden der evangelischen Kirche Lauenburg aufhängen.

Die dritte Gruppe übt sich im redaktionellen Bereich und überarbeitet einen Umweltpass, der bereits von den Jugendlichen unserer Sommerfreizeit 2019 in Italien erstellt wurde. Die Pässe sollen ab dieser Woche in den Kästen vor dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus und der Kirche ausliegen und jeder ist eingeladen, sich einen solchen Pass mitzunehmen, um Ideen oder Inspirationen für eine persönliche umweltfreundlichere Lebensweise zu sammeln. Natürlich wollen wir niemandem unsere Ideen aufzwingen, denn wir wissen aus eigener Erfahrung, dass nicht immer alles so einfach umsetzbar ist und dass unsere Vorschläge keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können, aber wir sind uns einig: Es ist immer besser einen kleinen Beitrag zu leisten als gar keinen.

Die Arbeit macht uns allen einen riesigen Spaß und so versammeln wir uns am Ende des Abends wieder in großer Runde, um die Ergebnisse vorzustellen. Sie gefallen uns sehr, denn es kommt nicht nur unsere Aussage gut rüber, sondern die Teams sind auch künstlerisch kreativ geworden. Philips abschließende Worte: „Ich glaube, das kann echt was werden“ machen uns da schon ein bisschen stolz auf uns selbst.

Merle Schwarnweber (18)
Mitglied der evangelischen Jungend Lauenburg

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