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Schwarzenbek (LOZ). Afrika, der zweitgrößte Kontinent der Erde, gilt als Wiege der Menschheit. Nirgendwo sonst auf der Welt ist der Artenreichtum großer Säugetiere so vielfältig wie hier. Wir alle kennen überwältigende Landschaftsaufnahmen und Tierdokumentationen aus dem Fernsehen, genauso wie Bilder von Flucht und Vertreibung. Afrika fasziniert und berührt.

Die Ausstellung mit dem Titel „Afrika“ vom 19. Januar bis 23. Februar im Amtsrichterhaus Schwarzenbek, Körnerplatz 10, lässt daher viel Raum für fantasievolles und kreatives Schaffen. Geöffnet ist die Ausstellung am Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

So haben sich die Künstlerinnen und Künstler, die Anfang des Jahres im Amtsrichterhaus ausstellen, dem schwarzen Kontinent auf sehr unterschiedliche Weise genähert. Materialien, Techniken und Schwerpunkte variieren. Und noch etwas anderes ist besonders: Gezeigt werden Arbeiten regionaler Künstler, gemischt mit Arbeiten von Künstlern, die mit einer Behinderung leben.

So zeigt die Keramikerin Anke Hellberg u.a. Arbeiten zum Thema Flucht und Vertreibung. Mit ihrer einfühlsamen und bewusst auf die wesentlichen Körpermerkmale reduzierte Gestaltung der Skulpturen öffnet sie dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen, Empfindungen und Gefühle.

Ganz anders kommt die Fruchtbarkeitsgöttin des Müssener Holzkünstlers Alexis Haeselich daher. Kraftvoll, eindeutig und selbstbewusst zeigt sie sich dem Betrachter.

Ebenso präsent sind die Bilder der Montagsmaler. In ihren farbenfrohen Acrylbildern tummeln sich wilde Tiere, Masken oder Formen - manchmal gegenständlich, dann wieder stark reduziert. Ihre Bilder korrespondieren mit den Bildern der Malerinnen Sonja Märkert und Sandra Ünsever, die beide schon zum zweiten Mal im Amtsrichterhaus ausstellen. Auch ihre Bilder sind eindringlich, diesmal in erster Linie gegenständlich. Sonja Märkert zeigt Menschen und ihre Seelenzustände, Sandra Ünsever Masken und Formen.

Die Dienstagsmaler arbeiten mit anderen Techniken. Von ihnen sind vor allem Zeichnungen von Landschaften, Tieren oder afrikanischen Symbolen zu sehen.

Auch die Beschäftigten in der Louisenhofer Kerzenwerkstatt haben sich sechs Monate lang intensiv mit afrikanischer Kunst beschäftigt. Entstanden sind in Leoparden-, Giraffen- oder Zebrafell-Optik getupfte Kerzen. Andere Kerzen sind geschnitzt und anschließend bemalt worden, wieder andere wurden in Serviettentechnik gestaltet. Ihre Farben erinnern an die afrikanische Savanne – warme, erdige Töne, von dunklem Rotbraun über Ocker bis Sandgelb.

Zum ersten Mal im Amtsrichterhaus zu sehen sind Arbeiten von Matthias Taube. Der Hamburger Künstler zeigt Bilder aus seinem Projekt "hunting the antilope". In seinen Bildern geht es ihm allerdings weniger um die Antilopenjagd, als um Bilder, die das „Sich-Auflösen" im Andern, im Gegenüber darstellen sollen, wie es z.B. in einer alles vergessenden Liebe möglich ist.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am Sonntag, 19. Januar, um 15 Uhr statt und wird von der Louisenhof-Trommelgruppe auf afrikanischen Djemben begleitet. Der Eintritt zur Ausstellung und zur Vernissage ist frei.

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