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Ratzeburg (LOZ). Im vergangenen Jahr startete der Verein Miteinander leben e.V. zusammen mit der Ratzeburger Volkshochschule ein offenes Chorprojekt für das politische Lied. Es war als Erweiterung des bestehenden Konzertformates ”POLITICALied” gedacht, das sich zum Ziel gesetzt hat, dem politischen Lied wieder eine größere Bühne im Lauenburgischen einzuräumen.

Mit Unterstützung der „Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen“ wurde im September ein erster Chorworkshop angeboten. Zur Freude der Organisatoren meldeten sich über 60 interessierte Sängerinnen und Sänger, um gemeinsam mit Workshopleiter Nathaniel Damon politische und antirassistische Lieder einzustudieren und konzertant zu präsentieren. Es entstand dabei die Idee, diesen Chor dauerhaft zu erhalten und gemeinsam ein Repertoire zu entwickeln, um an politischen Tagen, wie dem "Tag des Grundgesetzes", dem "Internationalen Tag der Toleranz" oder auch zu Kundgebungen, aufzutreten. Davon ließ sich auch Musikerin Anna Bertram begeistern, die sich spontan als Chorleiterin zur Verfügung stellte und den Chor dabei unterstützte, noch einmal im Rahmen der "Langen Nacht der Volkshochschule" sowie begleitend zur Demonstration "Wir sind nicht still" am Reformationstag 2019 in Ratzeburg zu singen.

Ermutigt von dieser Resonanz bewarb sich der Verein Miteinander leben e.V. mit seinem musikalischen Projektvorhaben beim bundesweiten Förderprogramm „MusikVorOrt“, welches der Bundesmusikverband Chor & Orchester als Dachverband der Amateurmusik im Namen des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für die Arbeit von Chören und Orchestern in ländlichen Räumen ausgeschrieben hatte. „Wir hatten natürlich nur wenig Erwartungen, dort erfolgreich auch zu sein“, sagte Vereinsvorsitzender Mark Sauer. Umso größer war die Freude aller, als jetzt eine Förderzusage eintraf. „Wir sind als eines von 37 bundesweiten Musikprojekten bei über 800 Bewerbungen ausgewählt worden. Das ist schon erstaunlich“, führte Mark Sauer erfreut aus.

Damit ist die Idee einer kontinuierlichen Chorarbeit mit dem Schwerpunkt des politischen Liedes bis weit in das kommende Jahr gesichert. Geplant sind neben der regelmäßigen Chorarbeit, die alle 14 Tage, jeweils dienstags um 19 Uhr in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule stattfindet und das Repertoire aufbauen soll, wiederkehrende Chorworkshops zu spezifischen Themen. Bereits Ende April wird erstmalig ein solcher Workshop in Kooperation mit der Ratzeburger Volkshochschule angeboten. Zusammen mit dem amerikanischen Singer/Songwriter Bucky Halker, Vorstandsmitglied der Woody Guthrie Foundation, sollen Lieder einstudiert werden, die sich um soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit drehen. Natürlich steht am Ende ein kostenfreies Konzert, geht es doch dem Chorprojekt "POLITICALied" vor allem darum, eine vielstimmige Botschaft gegen Rassismus und Hass und für Mitmenschlichkeit eingängig und mitreißend in den öffentlichen Raum zu transportierten.

Die Mitwirkung am Chorprojekt ist und bleibt dabei grundsätzlich immer offen für politisch und gesangsinteressierten Menschen, sowohl bei den regelmäßigen Chorproben als auch zu den geplanten Workshops. Es soll ein wachsender Chor werden, stimmlich wie thematisch. „Es gibt so viel, über das wir singen müssen“, zeigen sich Anna Bertram und Mark Sauer überzeugt. Informationen zum Chorprojekt sind auf der Webseite des Vereins Miteinander leben e.V. (www.verein-miteinander-leben.de) eingestellt.

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