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Lübeck (LOZ). Erstmals seit der Aufnahme des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans befasste sich der Arbeitskreis Elbe-Lübeck-Kanal der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) mit den erwarteten positiven Veränderungen. Außer Unternehmen der maritimen Wirtschaft gehören dem Gremium auch Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, der Städte und Kreise sowie von Verbänden und Parteien an.

Die Teilnehmer waren erfreut, dass alle Akteure mit ihrem langjährigen und vor allem hartnäckigem gemeinsamen Einsatz für den ELK nun dieses wichtige Ziel erreicht haben. Zudem sei die sofortige Bereitstellung von zehn Millionen Euro für 20 zusätzliche Planungsingenieure im Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg ein Beleg dafür, wie wichtig das Projekt auch für den Bund ist.

Die Verbesserung der Verkehrsanbindung für den Lübecker Hafen sowie die Transporte von und über die Ostsee spielen hier ebenso eine Rolle wie die Umwelteffekte durch mögliche Verlagerungen von Transporten vom Lkw auf das Binnenschiff. Zugleich waren sich die Mitglieder des Arbeitskreises einig, gerade jetzt ihre Bemühungen für einen Ausbau des ELK intensiv fortsetzen zu wollen. So sprachen sie sich für eine Verstärkung der Lobbyarbeit und des Marketings für das Projekt auf allen Ebenen aus. Die Bundestagsabgeordneten Alexandra Dinges-Dierig und Gabriele Hiller-Ohm sagten zu, das Thema auch in Berlin weiterhin mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen und voranzutreiben. Dabei wollen sie noch stärker auf die europaweite Netzfunktion des Kanals hinweisen.

Auch sei es wichtig, die Bedeutung des Kanals für das gesamte Elbstromgebiet, für den Elbe-Seiten-Kanal (ESK) und die Anbindung an das westeuropäische Binnenwasserstraßennetz sowie besonders auch für den Hamburger Hafen zu betonen. Die Mitglieder des Arbeitskreises werden dazu in Kürze Gespräche mit Vertretern der Hamburger Hafenwirtschaft und auch dem Bündnis Elbe-Seiten-Kanal und der Elbe Allianz führen.

„Die Konkurrenz schläft nicht: Daher sollte die Region die guten Argumente für den Kanal offensiver als bisher vermarkten, um der bereits entstandenen Diskussion um die Verteilung der finanziellen Mittel für die Binnenschifffahrtswege innerhalb Deutschlands zum Nachteil des ELK wirksam zu begegnen und die rasche finanzielle Bedienung des Ausbaus zu unterstützen“, sagte Rüdiger Schacht, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck.

Planung und Bau sollten zügig vorankommen, forderten die Mitglieder des Gremiums. Schacht: „Viele Jahre lang sind erhebliche Mittel in die Wasserstraßen in Mittel- und Süddeutschland geflossen – mit der Folge, dass auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wirtschaftliche Transporte nur noch bedingt möglich sind. Nun sind endlich die dringend erforderlichen Nachholinvestitionen in den ELK an der Reihe.“

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