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Lauenburg/Berlin (LOZ). Im Rahmen deutsch-palästinensischer Städtepartnerschaftsarbeit empfängt die Stadt Lauenburg derzeit eine Delegation aus al-Ubeidiya im zentralen Westjordanland. Gemeinsam mit Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede und weiteren Stadtvertretern, besuchte die Delegation, der auch al-Ubeidiyas Bürgermeister Naji Alrdaydeh angehört, die örtliche SPD-Bundestagabgeordnete Dr. Nina Scheer im Deutschen Bundestag.

Im Mittelpunkt des Austausches standen dabei Fragen der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. So betonte Naji Alrdaydeh gleich zu Beginn des Gespräches, dass es ihnen am wichtigsten sei, in Frieden und Sicherheit zu leben. Ein Problem in den palästinensischen Gebieten sei etwa die ungenügende Wasserversorgung, die auch al-Ubeidiya betreffe. Seit 1967 wird das Wasservorkommen dieser wasserarmen Region durch die israelische Militärbehörde kontrolliert, obwohl den Palästinensern seit 1995 mit dem Oslo-Abkommen die Gründung einer eigenen Wasserbehörde zugesichert wird.

Die Delegation berichtete Nina Scheer, Ansprechpartnerin für Erneuerbare Energien der SPD-Bundestagsfraktion, auch von ihrem großen Interesse an Erneuerbaren Energien – deren Nutzung Unabhängigkeit von Energieimporten schaffen könne. In al-Ubeidiya habe man daher bereits Solarpanels auf dem Rathaus und für die Straßenbeleuchtung installiert.

Scheer: „Zur Lösung und Vermeidung von Konflikten, aber auch, um von den Erfahrungen und Lösungsansätzen anderer zu profitieren, ist der politische Austausch zwischen Staaten wichtig. Hierbei leisten auch Städtepartnerschaften einen Beitrag, für den ich Dankbarkeit empfinde.“

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