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Lauenburg (wre). Das Thema Fachkräftemangel ist bereits seit Jahren ein großes Thema. Es gibt verschiedene Strategien, wie Betriebe sich auf den Mitarbeitermangel vorbereiten können. Ein Baustein um Mitarbeiter zu halten nennt sich Bikini. Dies ist die Abkürzung für das etwas sperrige „Bildung in KMUs Innovativ Nachhaltig Individuell“. Die INI Qualifizierung und Service gGmbH bietet mit dem Modell Fort- und Ausbildungen an die online abgehalten werden.

„Wir wollen Fachkräftesicherung erreichen“, erklärt INI-Chefin Annemarie Argubi-Siewers. „Die Mitarbeiter sollen aber die Möglichkeit haben sich fortzubilden ohne den Arbeitsplatz zu verlassen“, so Argubi-Siewers weiter. Gerade im ländlichen Raum ist es durch lange Fahrtzeiten oftmals ein Hinderungsgrund an Fortbildung teilzunehmen.

Es gibt über 400 zertifizierte Kurse die belegt werden können. Sie alle laufen online, aber nicht wie bei vielen Fernstudienkursen mit freier Zeiteinteilung. „Es gibt einen virtuellen Klassenraum mit festen Zeiten“, so Annemarie Argubi-Siewers. Bisher hat sich das System bei Arbeitslosen bewährt, die von der Arbeitsagentur zur INI geschickt werden. Nun wird das Angebot auch auf Arbeitnehmer ausgeweitet.

„Dafür wollen wir in die Betriebe gehen und das Modell vorstellen“, sagt Kerstin Haake, die sich um das Projekt kümmert. Die angebotenen Kurse decken über Office-Schulungen, Qualitätsmanagement, Buchführung und Gesund sowie weiteren Themenbereichen ein großes Spektrum an Qualifizierungen ab. „Ich werde in den Betrieben den Bedarf ermitteln und dann vorschlagen welche Fortbildungen passen würden. Zu der Beratung gehört auch das Ermitteln von Fördermitteln“, so Haak. Denn oftmals besteht die Möglichkeit große Teile der Fortbildung durch Fördermittel finanzieren zu lassen. So werden Betriebe und Arbeitnehmer entlastet und können sich trotzdem Weiterbilden.

Das „Bikini“ Projekt wird für zunächst drei Jahre von der Aktivregion Sachsenwald-Elbe mit 100.000 Euro gefördert. „Das ist für uns Daseinsvorsorge, damit möchten wir der örtlichen Wirtschaft helfen“, erklärt Regionalmanager Georg Küpper. „Im Kreis kommen rund 200 bis 300 Betriebe in Frage, die so ihre Mitarbeiter schulen können“, erklärt der erste Vorsitzende der Wirtschaftlichen Vereinigung Geesthacht, Jürgen Wirobski. „Es ist wichtig, dass die Fachkräfte im Betrieb bleiben“, ergänzt Küpper.

„Es ist gut, jetzt einen ‚Kümmerer‘ zu haben. Denn die Aus- und Fortbildung ist für die Betriebe noch schwer und wird so nun deutlich erleichtert“, freut sich Wirobski über die neuen Möglichkeiten.

Die Unterrichtsstunden haben zwar immer feste Zeiten, aber von wo aus die Fortbildung wahrgenommen wird ist den Teilnehmern überlassen. Ob nun im Betrieb, zu Hause oder auch in den Räumen der INI. „Wir werden noch ein paar Laptops anschaffen, die wir dann zur Verfügung stellen können“, so Argubi-Siewers. Damit wäre dann auch diese Hürde genommen, falls ein Teilnehmer keine Möglichkeit hat am eigenen PC zu arbeiten.

Für Jürgen Wirobski ist dies ein richtiger Schritt in die Zukunft um den Fachkräftemangel zu begegnen. „Unterstützt wird das Projekt von allen Wirtschaftsverbänden im Südkreis. Aber wir wollen noch einen Schritt weiter gehen und einen Dachverband gründen um so noch besser solche Angebote koordinieren zu können“, gibt Wirobski einen Ausblick.

Kerstin Haake wird das „Bikini“ Projekt auch noch einmal allen Interessierten Unternehmern oder Personalentscheidern beim LOZ-Business-Lunch am Mittwoch, 13. Juni, um 12 Uhr in Schröders Hotel Schwarzenbek vorstellen. Dort können auch weitere Fragen gestellt werden. Eine Anmeldung unter businesslunch@loz-news.de ist nötig.

Weitere Informationen über die INI gibt es hier: https://www.ini-quali.de/
Fragen beantworte auch Kerstin Haake unter der Telefonnummer 0176 / 47 39 83 29 oder kerstin.haake@ini-quali.de

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