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Lauenburg (LOZ). Weniger ein gelungener Vortrag des früheren Bürgervorstehers Bernd Dittmer über die Zollstationen in Lauenburg nach dem Krieg beherrschten die Gespräche der Besucher beim Nachmittag des Seniorenbeirats im Soltstraatenhus, sondern die Rückkehr in diese vertraute Umgebung.

Die Senioren hatten wegen des verstärkten Publikums-Andrangs bei der Weihnachtsveranstaltung und des größeren Künstler-Aufgebots eine zunächst einmalige Rückkehr in das Mosaik beschlossen und durchgeführt. Dieses war wegen der finanziellen Unterstützung von Sponsoren möglich gewesen. Der Beirat hatte inzwischen Umfragen gestartet. „Hier im Soltstraatenhus ist es zwar enger, aber gemütlicher“, hatten diese Befragungen ergeben. Dennoch will der Seniorenbeirat eine gelegentliche Rückkehr in das Mosaik nicht ganz ausschließen, wenn einmal die finanziellen Probleme ausgeräumt werden können und zudem die Verpflichtungen von Künstlern größere Räumlichkeiten erfordern. Zudem aber erklärte Sprecher Claus Beissner: „Zunächst einmal bleibt alles beim Alten und wir im Soltstraatenhus. Alles andere lassen wir auf uns zukommen“.

Bis zur Sommerpause stehen die Programme des Seniorenbeirats, die beispielsweise für den Februar wieder Vorträge des Bürgervorstehers und des Lauenburger Bürgermeisters im Soltstraaatenhus vorsehen. Die Senioren in Lauenburg setzen auf informative Unterhaltung, bedient wurden sie diesmal von Bernd Dittmer. Der bot einen Rückblick in die Lauenburger Nachkriegszeit in einem Vortrag an, als die Elbestadt sozusagen an einer Schnittstelle von Ost und West lag und auch daraus manchen Vorteil ziehen konnte. „Schweinehälften aus dem Osten, Medikamente aus dem Westen fanden ihren Weg über Schmugglerpfade rund um Lauenburg ihren Weg jeweils in die andere Hälfte des damals geteilten Deutschlands“, berichtete Bernd Dittmer, der als Zöllner diesen „Interzonen-Handel“ nach Möglichkeit zu unterbinden hatte.

Diese Zeiten liegen lange zurück und höchstens Bauruinen rund um die heutige Landesgrenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg zeugen von dieser Vergangenheit. Diese ist allerdings noch in lebhafter Erinnerung wie gelegentliche Einwürfe und eigene Erlebnisse der Zuschauer während des Vortrages ergaben. Bernd Dittmer durfte am Ende seiner interessanten Ausführungen mit Lichtbildern den verdienten Beifall der Besucher entgegen nehmen.

Nun ist ein Seniorennachmittag in Lauenburg ohne Musik nicht rund. Dafür war der Geesthachter „Reini“ Kirsch angetreten, der vor diesem Publikum aber Wert darauf legte, als gebürtiger Lauenburger bezeichnet zu werden. Egal, ob Lauenburger oder Geesthachter, seine Musik und der Gesang, gefallen hier wie dort, sodass ein hoch interessanter Senioren-Nachmittag im Soltstraatenhus viel zu schnell zu Ende ging.  

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