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Lauenburg (LOZ). Zu einem gemeldeten Wohnungsbrand rückte die Feuerwehr am frühen Montagmorgen aus. In der Straße Moorring hatten mehrere Anrufer den Notruf gewählt, nachdem sie durch das schrille Piepen des Rauchmelders und Hilferufe geweckt wurden. In einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen.

Die Feuerwehr war innerhalb von 4 Minuten ausgerückt. Über Funk informierte die Leitstelle die anrückenden Kräfte. "Flammenschlag aus dem Fenster, zahlreiche Anrufe, eine Person in der Wohnung, teilte uns die Leitstelle Süd mit“, erklärt Einsatzleiter und Wehrführer Lars Heuer. An der Einsatzstelle begann er sofort mit der Erkundung, wenige Sekunden später traf das erste Löschfahrzeug ein.

Auf dem Balkon der Wohnung schrie eine Frau um Hilfe, hinter ihr brannte die Wohnung lichterloh. "Sofort wurde die Rettung über eine Steckleiter vorbereitet, die Rettung über die Drehleiter war hier aufgrund der ungeeigneten Aufstellfläche nicht möglich", erklärt Heuer. Gleichzeitig drang der Angriffstrupp, der sich bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausgestattet hatte, über das Treppenhaus in die Wohnung vor.

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Foto: Feuerwehr Lauenburg

 

Mit einem C-Rohr wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Zuvor wurde an der Wohnungstür ein Rauchvorhang montiert, um den Fluchtweg für andere Bewohner zu sichern. Auf der Rückseite des Gebäudes wurde derweil die ältere Dame über die Steckleiter gerettet, dabei war ein Feuerwehrmann zu ihr auf den Balkon gestiegen. Ein zweiter sicherte sie beim Abstieg auf der Leiter. Schließlich wurde sie dem bereitstehenden Rettungsdienst übergeben.

Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurde mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern gesucht und diese abgelöscht. Das Gebäude wurde mit Druckbelüftern rauchfrei gemacht, so dass die übrigen Bewohner schnell wieder in ihre Wohnungen konnten. Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger legten noch an der Einsatzstelle ihre verschmutzte Einsatzschutzkleidung ab und verpackten sie sicher in Säcken um eine Verschleppung der gefährlichen Stoffe zu vermeiden. Am Hygienebord des LF 20 konnten sich die Einsatzkräfte die Hände waschen, um ihre Privatkleidung möglichst wenig zu kontaminieren. Das Hygienekonzept an der Einsatzstelle konnte also wie von "Feuerkrebs gug" gelehrt angewandt werden. An den entsprechenden Maßnahmen in der Feuerwache arbeitet die Stadt noch.

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Foto: Feuerwehr Lauenburg

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