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Lauenburg (LOZ). Die Coronakrise beeinflusst nicht nur Unternehmen sondern auch den ehrenamtlich geführten Raddampfer „Kaiser Wilhelm“. In diesem Jahr konnte noch keine Fahrt durchgeführt werden, auch die lang geplante Weser-Fahrt wurde um zwei Jahre auf 2022 verschoben.

Die umfangreiche Sanierung des 1900 in Dresden gebauten Raddampfers hat rund eine Million Euro verschlungen. Der Großteil davon – 950.000 Euro, konnte dank des Einsatzes des Lauenburger Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann über Zuschüsse des Bundes erbracht werden. Einen Eigenanteil von 95.000 Euro muss der Verein aus eigenen Mitteln aufbringen. Da Einnahmen aus Fahrten bisher komplett fehlen, ein großes Problem.

Doch die Krise führt auch zu Zusammenhalt. Als die gebürtige Chinesin, Mengkai Zhang, davon erfuhr, dass durch den Corona-bedingten Ausfall vieler Fahrten der ehrenamtlich geführte Verein auf Hilfe von außen angewiesen ist, nahm sie Kontakt zum Kapitän und Vorsitzenden des Fördervereins, Markus Reich, auf. „Vor sechs Jahren habe ich zum ersten Mal den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ besucht, ich war sprichwörtlich Feuer und Flamme für den Schiffsoldie. Dieses Schiff ist ein lebendiges Museum und muss weiterfahren!“ Schließlich durfte sie gleich den Heizer tatkräftig unterstützen – ein offensichtlich bleibender Eindruck.

Als Geschäftsführerin der Firma DaKaiTOP importiert Zhang u.a. Schutzmasken für den täglichen Gebrauch. Gemeinsam entstand die Idee, das Schutzbedürfnis der Menschen mit der Hilfe für den Raddampfer zu verbinden.

Ab sofort gibt es Alltagsmasken in der „Kaiser-Wilhelm“-Edition. Diese werden in 10er-Packs für 10 Euro angeboten. Erhältlich sind die Alltagsmasken ab sofort in der Tourist-Information im Elbschifffahrtsmuseum und im Tabakwarenfachgeschäft Franck in der Reeperbahn. Bestellungen werden auch per Mail über Ticket@Raddampfer-Kaiser-Wilhelm.de entgegengenommen. Bei Versand fallen dann noch Portokosten an. Der Erlös kommt – nach Abzug der Kosten - zu 100 Prozent dem Verein zugute.

Die Übergabe der ersten Exemplare erfolgte in Anwesenheit des Lauenburger Bürgervorstehers Wilhelm Bischoff stilecht an Bord des Dampfers.

Markus Reich ist begeistert: „Es ist schön, wenn wir bei unseren Fahrgästen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und diese sich auch in schlechten Zeiten an uns erinnern. Wir hoffen, dass viele Fans unseres Dampfers von der Aktion Gebrauch machen, jeder Euro hilft uns“, so der Kapitän und Vereinsvorsitzende.

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