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Lauenburg (LOZ). Am 31. Oktober sollte es laut werden in Lauenburg. Die Stadt Lauenburg und der Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg hatten mit ihren Bündnispartnern unter dem Motto „Wir sind nicht still!“ zu einer Demonstration und Kundgebung gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit aufgerufen.

Aufgrund der steigenden Corona-Inzidenzwerte im Kreis geben die Organisatoren die Verschiebung der Kundgebung auf 2021 bekannt. Diese Entscheidung fällt den Beteiligten um Lauenburgs Pastor Philip Graffam, Stadtjugendpflegerin und Gleichstellungsbeauftragter Friederike Betge, Sara Opitz vom Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg und Mark Sauer vom Möllner Verein Miteinander leben nicht leicht. Einige Wochen der Planung unter Beteiligung unterschiedlicher Akteure und Bürger sind dem Aktionstag vorausgegangen. Letztlich sind sich jedoch alle einig, dass die Verantwortung als Organisatoren in Zeiten von Corona bei einer Versammlung wie dieser eine besondere Verpflichtung mit sich bringt.

„Das Nichtstattfinden der Demonstration am 31. Oktober bedeutet keinesfalls, dass wir still sind. Rassismus und Menschenfeindlichkeit dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Dafür setzen wir uns ein. Mit der Verschiebung auf 2021 wollen wir heute ein Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung setzen. Wir sind uns sicher, „Wir sind nicht still!“ im nächsten Jahr verantwortungsvoll und umso lauter auf die Straße bringen zu können“, so die Organisatoren. „Das Möllner Folksfestteam trägt diese Entscheidung mit schwerem Herzen mit, bleibt aber auch bei seiner Zusage, die Demonstration zu jedem anderen Termin musikalisch zu unterstützen. Dazu ist uns das Thema einfach zu wichtig“, sagt Mark Sauer, Vorsitzender des Vereins Miteinander leben e.V.

Der geplante Gottesdienst der Ev.-Luth. Kirchengemeinde wird stattdessen am Samstag um 11 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche Lauenburg unter dem bekannten Hygienekonzept stattfinden.

Um auch bis zur nächsten Chance einer Kundgebung nicht still sein zu müssen, planen die Organisatoren in den kommenden Wochen den Aufbau eines Videokanals unter dem Titel „Wir sind nicht still!“, der Menschen einladen soll, sich mit kurzen Videoclips im Selfieformat zum Thema Rassismus laut und deutlich zu positionieren. Beiträge können ab sofort unter miteinander.leben@t-online.de, gerne aber per Link auch über Transferplattformen, eingesendet werden, damit diese Plattform schnellst möglich starten kann.

2018 und 2019 waren jeweils mehr als 1.000 Menschen den Aufrufen zu „Wir sind nicht still!“ in Berkenthin und Ratzeburg gefolgt.

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