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Lauenburg (LOZ). Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in der Lauenburger Stadtvertretung sprechen sich gegen mögliche Planungen aus, die neue Elbquerung westlich von Lauenburg zu errichten und die lang geplante Ortsumgehung Ost entfallen zu lassen.

Im Rahmen der Planung der Ortsumgehung Ost wurde in den erforderlichen Abstimmungen mit der Deutschen Bundesbahn zu der notwendigen Sanierung bzw. Erneuerung der bisherigen kombinierten Schienen- und Straßenbrücke als Ergebnis festgelegt, dass es zukünftig getrennte Bauwerke für den Schienen- und Straßenverkehr geben soll. Nach einer Information von Bürgermeister Andreas Thiede in der letzten Sitzung des Hauptausschusses im November präferiert der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein eine solche neue Elbquerung nicht neben der bisherigen Elbbrücke, sondern westlich von Lauenburg. Diese neue Elbquerung solle an eine bisher nur grob geplante nördliche Ortsumgehung von Lauenburg anschließen. Die dagegen seit Jahren konkret geplante Ortsumgehung Ost solle ersatzlos entfallen.

„Durch eine solche neue Planung würde sich eine erhebliche zeitliche Verzögerung ergeben, die nach allgemeiner Erfahrung von zeitlichen Abläufen in Planungsverfahren eher Jahrzehnte denn Jahre betragen wird. Die schon weitreichende und mit erheblichem zeitlichen, personellen und finanziellen Aufwand betriebene Planung der Ortsumgehung Ost würde sinnlos aufgegeben werden. Da die bisherige Elbbrücke akuten Sanierungs- bzw. Erneuerungsbedarf aufweist, müsste die neue Elbquerung kurzfristig errichtet werden, während eine Umgehung im Norden noch auf lange Zeit nicht gebaut werden könnte. Der gesamte Verkehr aus dem Süden in Richtung Osten würde daher auf unbestimmte Zeit durch Lauenburg geleitet werden, sodass das genaue Gegenteil einer Ortsumgehung bewirkt werden würde. Das käme einem Schildbürgerstreich gleich. Eine Elbquerung westlich von Lauenburg würde zudem einen nicht hinzunehmenden Eingriff in das Naturschutzgebiet "Hohes Elbufer" bedeuten, während die Planungen zur Ortsumgehung Ost einen Straßenverlauf ermöglichen, der das dortige Naturschutzgebiet nur geringfügig tangiert. Und im Falle einer Brückenlösung müsste ein Bauwerk westlich von Lauenburg die erhebliche Höhendifferenz zwischen dem schleswig-holsteinischen Nordufer und dem niedersächsischen Südufer überwinden, die nicht nur das Stadtbild von Lauenburg beeinträchtigen, sondern auch zu einer erheblichen Lärmbelästigung führen würde. Eine Einsparung durch das Entfallen der Ortsumgehung Ost wird nicht eintreten, da eine Elbquerung West mit einer Anbindung an eine nördliche Umgehung von Lauenburg nahezu gleiche Streckenlängen benötigen würde wie die gesamte Umgehung Ost. Im Gegenteil würde die Höhendifferenz erhebliche Mehrkosten nach sich ziehen“, so die Lauenburger Grünen.

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