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Lauenburg (LOZ). Die CDU-Fraktion hat sich kürzlich mit dem Problem des sogenannten Feuerkrebses befasst und dazu den Wehrführer der Lauenburger Feuerwehr, Lars Heuer, eingeladen.

Weltweit ist seit einigen Jahren die Problematik des sogenannten Feuerkrebses in der Diskussion. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bis heute Feuerkrebs bei den zuständigen Berufsgenossenschaften nicht als Berufskrankheit anerkannt ist.

Ursache für das Entstehen des Feuerkrebses sind die bei der Brandbekämpfung entstehenden Rauchgase, die in großer Konzentration toxische und krebserregende polyzyklische aromatisierte Kohlenwasserstoffe enthalten. Diese gelangen bei der Brandbekämpfung durch die Atemwege und über die offenen Poren der Haut (auch durch weiter getragene kontaminierte Schutzkleidung) in den Körper und erhöhen deutlich das Entstehen von Feuerkrebs.

Dieses Problem wurde in der Vergangenheit zu wenig beachtet; insbesondere kam die Dekontamination nach Einsatzende zu kurz. Von diesem Problem sind bei einem Wohnungsbrand circa 10 und bei einem Großbrand mehr als 25 Feuerwehrleute betroffen.

Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, ist es wichtig, unmittelbar nach dem Einsatz die Einsatzkleidung zu wechseln. Keinesfalls sollten sich nach dem Einsatz kontaminierte Kameraden mit Nichtkontaminierten in einem Fahrzeug auf dem Rückweg zur Feuerwache befinden.

Das Wechseln der Einsatzkleidung und eine Grobreinigung des Körpers sind derzeit vor Ort problematisch. Es wäre daher sehr hilfreich, einen „Container“ vor Ort zu haben, der dieses ermöglicht. Die Kameraden in Geesthacht haben z. B. einen ehemaligen modifizierten Rettungswagen angeschafft. Eine weitere Möglichkeit wäre einen Anhänger mitzuführen.

Derzeit werden Überlegungen angestellt, für die Lauenburger Feuerwehr eine möglichst kostengünstige Variante zu ermitteln. Eine Kombination mit einen benötigten Logistikwagen wäre auch denkbar.

Auch in der Feuerwache ist eine Schwarz/Weiß-Trennung nicht gut möglich. Die Duschmöglichkeiten sind ebenfalls nicht optimal.

Im Zuge der Renovierungs- und Umbauarbeiten am K-Zentrum werden diese Probleme in Angriff genommen.

Im Atemschutzbereich sind die Trennung und die Möglichkeit der Reinigung sehr gut gelöst. Auch die Fahrzeugabsaugung ist erledigt. Die Umkleidesituation ist bisher noch nicht optimiert.

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