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Lauenburg (LOZ). In das Leben des Lauenburger Seniorenbeirats kommt wieder Leben. Sieben Monate haben die Vertreter und Vertreterinnen schweigen müssen und waren zur Untätigkeit verdammt, in den sozialen Medien haben sie sich ausgetauscht und auch Verbindungen mit Gästen und Künstlern gehalten. Alles wegen Corona.

Jetzt die ersten Erleichterungen und sofort erste Aktivitäten. Da trafen sich die „Sieben Aufrechten“ des Beirats im Saltstraatenhus und versuchten Nägel mit Köpfen zu machen. Themen gab es reichlich. Aber die Stammkunden hatten schon im Laufe der vergangenen Wochen, Aktionen gefordert. Sprecher Claus Beissner hatte vor Wochen ein wenig martialisch festgestellt: „Der Beirat steht seit Wochen Gewehr bei Fuß, wir könnten sofort wieder loslegen“.

Na ja, ein paar Tage wird es noch dauern. Die Beiratsmitglieder werden vorsichtig am Sonntag, 20. Juni, um 9 Uhr mit einem Senioren-Frühstück im Saltstraatenhus beginnen. Dann soll nicht nur ein herzhaftes Frühstück serviert werden, damit dieses besser rutscht, bieten die „Räte“ auch noch zünftige Musikbegleitung. Natürlich immer noch mit den gültigen Hygiene-Maßnahmen und entsprechenden Ausweisen.

Nun verfolgt der Seniorenbeirat damit einen weiteren Zweck. Er will feststellen, ob es im Juli, eigentlich ein Ferienmonat, Interesse für einen größeren Senioren-Nachmittag gibt, natürlich mit Musik und einem unterhaltsamen und lehrreichen Vortrag. Dabei könnte beispielsweise eine Vortragende zum Einsatz kommen, die allen Interessenten erklären kann, warum der Kaffee mehr als braun ist, warum der den einen schmeckt und die anderen lieber zum Tee greifen und warum man nicht immer unbedingt dahin reisen soll, wo dieser Kaffee wächst. Dort herrscht nämlich immer noch die Pandemie.

Der Bürgermeister Andreas Thiede wird dann bei einer der folgenden Veranstaltungen seine Lauenburger Bürger in den neuesten Stand des Stadtgeschehens versetzen und mit sich einen neuen Amtsträger führen: den Lauenburger Wilhelm Bischoff. Den kennen einige bereits als ehemaligen Bürgervorsteher.

Im übrigen sorgen sich die Seniorenbeiräte auch um die sportliche Betätigung ihrer Altersgefährten. Die damals mit viel Herzblut angeschafften Gymnastik-Geräte im Stadtpark in Schlossnähe führen ein einsames Leben, beachtet nur von Jugendlichen bei gelegentlicher Randale. Die Senioren wollen jetzt Aktionen zur Belebung des Geländes führen, kommt das nicht zum Erfolg, werden die Geräte abgebaut und an einen anderen Beirat übergeben, der eine bessere Verwendung dafür findet als in Lauenburg. Der Beirat: „Wir wollen darüber noch nicht endgültig entscheiden, aber wir wollen nicht zuschauen, wie diese einstmals nicht ganz billigen Geräte durch nicht sachgemäßen Gebrauch nicht mehr zu benutzen sind“. Also: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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