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Lauenburg (LOZ). Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede, dessen Ende seiner Amtszeit sich bereits jetzt abzeichnet, liebt das Frage und Antwort-Spiel mit seinen Mitbürgern. Deswegen nimmt er auch jede Möglichkeit wahr, die ihm der Seniorenbeirat Lauenburg regelmäßig einräumt. Nun beschränkt sich der Verwaltungschef nicht auf eine einfache Darstellung, sondern liebt dabei eine bildhafte Erklärung. Fortschritte oder auch gelegentliche unvorteilhafte Elemente lassen sich per Bild besser erklären und darstellen.

Im Veranstaltungszentrum Mosaik hatte der Seniorenbeirat Lauenburg zu seinem Seniorennachmittag eingeladen, über 100 betagte Lauenburg hatten sich zu dieser Gelegenheit eingefunden, darunter auch Stadtpräsident Wilhelm Bischoff, der sich inmitten seiner Lauenburger Bürger und seines Vorgängers Bernd Dittmer sichtbar wohlfühlte.

Nun ist Information immer nur ein Teil des Veranstaltungs-Konzeptes des Lauenburger Seniorenbeirats, wie dessen Sprecher Claus Beissner unlängst gegenüber des Landesbeirates in Neumünster erläuterte. „Wir wollen die Menschen aus ihrer Einsamkeit herausholen und Frohsinn vermitteln mit diesen Veranstaltungen, mit unseren Ausfahrten, aber auch jetzt durch unser gemeinsames Sporttreiben“. Deswegen wurde die Ankündigung des Bürgermeisters mit Beifall aufgenommen, die mit großen Kosten angeschafften Gymnastik-Geräte von ihrem bisherigen Platz hinter dem Schloss jetzt in die Nähe des Boule-Geländes an den Rand des Friedhofs zu verlegen und damit auch der Allgemeinheit besser zugänglich zu machen. Beiratsmitglied Degenhard Christen hatte sich dafür kräftig ins Zeug gelegt und schließlich Politik und Verwaltung davon überzeugen können.

Nun gibt es noch wichtigere Dinge in Lauenburg und davon konnte der Bürgermeister seine Mitbürger an diesem Senioren-Nachmittag überzeugen. 18 Monate lang, bedingt durch die Corona-Pandemie, hatten die Lauenburger auf diese unmittelbare Unterrichtung durch den Bürgermeister verzichten müssen. „Innenstadt-Belebung“ war ein Stichwort, das Andreas Thiede aufgriff: „Edeka-Neubau und der Beginn der Arbeiten am neuen Medien-Zentrum“ wollte er als positive Beispiele gewertet sehen, wobei er allerdings als ein abschreckendes Beispiel auch die Brandruine im Zentrum nicht vergaß. „Wir arbeiten daran, sie zu entfernen, aber wir haben es mit einem hartnäckigen Eigentümer aus Hamburg zu tun“.  

Nun hatte sich allerdings auch einiges an Problemen bei den Lauenburger Bürgern aufgestaut und diese machten auch ausführlich Gebrauch davon, diese vorzutragen. Nun sind einige davon nicht neu, andere allerdings für die Fußgänger und den motorisierten Teil der Bevölkerung nicht ungefährlich. Wildwuchs und schlechte Sicht durch ungepflegte Hecken machen manche Lauenburger Straßen zu gefährlichen Strecken. Senior Uwe Meyer monierte zum wiederholten Male die unebenen Fußwege, die das Passieren mit Rollstühlen oder Rollatoren unmöglich machten. Der Bürgermeister versprach, sich der Sache anzunehmen und für Abhilfe zu sorgen.

Nun ist ein Bürger-Dialog eine Sache, Bilder eine andere, noch besser allerdings sind geführte Ausfahrten direkt zu den angeführten Baustellen und Objekten. Bürgermeister Thiede hat in früheren Jahren derartige Bustouren durch Lauenburg mit großem Erfolg durchgeführt. Mit Beifall wurde deswegen seine Zusage aufgenommen, im nächsten Jahr die durch Corona unterbrochenen Fahrten wieder aufzunehmen.

Nun bestehen derartige Senioren-Nachmittage nicht nur aus lehrreichen Informationen oder Vorträgen, wichtiger Bestandteil ist auch die Musik. Diesem Teil hatten sich die Geesthachter „Flamingos“ angenommen. Die Senioren-Veranstalter zogen ein zufriedenes Fazit auch mit ihrer Musik: „Wir wissen spätestens dann, dass unsere Musik ankommt, wenn unsere Gäste beginnen, zu schunkeln“.

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