Johanna Lembcke-Oberem wird im Gottesdienst am 26.September begrüßt

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Lütau (LOZ). Die meisten Kisten hat sie ausgepackt, die Regale eingeräumt: Johanna Lembcke-Oberem ist seit dem 1. September die neue Pastorin in der Kirchengemeinde Lütau. Am Sonntag, 26. September, 15 Uhr, wird sie in einem Gottesdienst durch Pröpstin Frauke Eiben begrüßt. Die Plätze sind aufgrund der Corona-Regelungen beschränkt.

Ende August ist Johanna Lembcke-Oberem nach Lütau gezogen. Zusammen mit ihrem Mann und einem Hund lebt und arbeitet sie nun im Pfarrhaus. In den ersten Tagen hat sie sich umgeschaut. „Wir haben schon ein paar Hunderunden gefunden. Und es ist wunderschön hier“, sagt Johanna Lembcke-Oberem. Ob im Feld die Rufe der Kraniche am Morgen zu hören oder in Basedow am Elbe-Lübeck-Kanal entlang zu spazieren: Der erste Eindruck ist gelungen.

Johanna Lembcke-Oberem ist als Pastorin im Probedienst (PiP) in Lütau. Drei Jahre dauert dieser letzte Teil der Ausbildung, bis Pastoren offiziell auf ihr Amt eingeführt werden. Sie hatte zuvor ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Kisdorf gemacht. In Greifswald, Genf und Kiel hat sie Theologie studiert. Zwischen Studium und Vikariat war Johanna Lembcke-Oberem ein halbes Jahr als Praktikantin in einem offenen Seelsorgeangebot in Kiel-Gaarden. „Ich bin ein Kind der Nordkirche und freue mich sehr auf Lütau und die Region“, sagt sie.

Die Pfadfindergruppe hat sie bereits einmal besucht. Als nächstes wird sie sich in den vier Kindergärten der Gemeinde vorstellen. Und mit den Senioren macht sie gemeinsam einen Neustart. „Die Gruppe trifft sich nach fast 1,5 Jahren Coronazwangspause nun wieder vor Ort und ich kann dabei sein“, so Lembcke-Oberem. Die Theologin gehört zu einem besonderen Pastorenjahrgang, weil ein großer Teil der Ausbildung unter Pandemiebedingungen ablief. „Wir mussten uns im Vikariat etwas einfallen lassen und die bewährten Abläufe neu denken“, sagt sie und ist sich sicher, dass davon einiges bleiben wird. Sie selbst hat an Livestream-Gottesdiensten mitgewirkt, Konfirmanden per Zoom im Internet unterrichtet und ein digitales Vorlese-Angebot für ganz Kleine entwickelt.

Zusammenarbeiten, kreativ denken, die Dinge anders angehen als bisher: Damit hat die Kirchengemeinde Lütau Erfahrung, nicht nur beim wohl größten Bauprojekt der letzten Jahrzehnte. Sie will klimaneutral werden und baut dafür an Kirche, Kita und Pastorat. Mehr dazu gibt es hier https://www.kirche-ll.de/gemeinden/lauenburg/luetau/klimaschutzprojekt.html

Auch in der Konfirmandenarbeit gibt es eine Kooperation mit der Kirchengemeinde Gülzow. „Ich bin total gespannt auf die Menschen hier in Lütau und die Kollegen in den umliegenden Gemeinden“, so Johanna Lembcke-Oberem und hat einige neue Ideen. Sie will versuchen, möglichst viele Menschen kennenzulernen. Neben den Geburtstagsgrüßen für die Älteren denkt sie auch über eine Postkarte für Menschen nach, die jünger sind. „Ich selbst werde dieses Jahr noch 30. Vielleicht fange ich mit diesem Jahrgang einfach mal an“, sagt sie. Zeit zum Zuhören zu haben, die Menschen wahrnehmen: Das ist der Grund, warum sie Pastorin geworden ist. Die Eltern von Johanna Lembcke-Oberem sind ebenfalls Pastoren. „Sie waren beide als Seelsorger in der Psychiatrie. Aber das hat mich nicht so stark beeinflusst, wie die verschiedenen Gemeindepastoren die ich während meiner Kindheit und Jugend in Rickling erlebt habe. Sie alle waren sehr unterschiedlich und haben doch jeweils so gute Kinder- und Jugendarbeit gemacht!“

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