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Lauenburg (LOZ). Zu ihrer Fraktionssitzung im April hatte die CDU Fraktion Vertreter des Evangelischen Friedhofs Lauenburg eingeladen. Pastor Philip Graffam, der gärtnerische Leiter, Uwe Pusback, und Frau Szymanski waren der Einladung gefolgt.

Der Lauenburger Friedhof ist ein sogenannter Monopol- bzw. Simultanfriedhof, der nach dem Bestattungsgesetz allen Verstorbenen gleich welcher Konfession eine Bestattung ermöglichen muss. Die dafür anfallenden Gebühren sind in einer Gebührensatzung festgelegt.

Der Lauenburger Friedhof arbeitet eigenständig unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Lauenburg.

Die Bestattungskultur hat sich stark verändert. In der Vergangenheit kam eine Urnenbestattung auf zehn Sargbestattungen. Heute ist das Verhältnis genau umgekehrt. Seebestattungen, Friedwälder und andere Bestattungsformen stehen in starker Konkurrenz zur normalen Friedhofsbestattung. Dadurch hat sich die Einnahmenseite des Friedhofs entsprechend minimiert. Die Ausgabenseite blieb jedoch unverändert.

Diese Problematik treibt den Verantwortlichen des Friedhofs die Sorgenfalten ins Gesicht. Mutig versucht man gegenzusteuern. Der Friedhof soll für die Bürger Begegnungsraum für alle Generationen werden. Auf dem Friedhof entstand im Zusammenwirken mit der Breckwold Stiftung, Pro Lauenburg e.V. und der Stadt Lauenburg ein Kunst- und Skulpturenpfad mit Werken von Edith Breckwold. Verschiedene Themengärten laden den Besucher zum Verweilen ein. Der Gewinn des „Tascoaward“ der „Local Heroes“ im Jahr 2019 zeugt von der Attraktivität des Friedhofs.

Nun aber stehen Investitionen an, die den Friedhof wirtschaftlich total überfordern.  Die Hauptwege des Friedhofs müssen dringend erneuert werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf mehr als 80.000 Euro, ein Betrag, den der Friedhof alleine nicht stemmen kann.

Hilfesuchend wendeten sich die Verantwortlichen an die CDU Fraktion. Die CDU hat vollstes Verständnis für die missliche Lage des Friedhofs. „Wir werden die Angelegenheit mit der Verwaltung diskutieren“, versprach der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christoph Haase. „Wir sind sicher, dass wir eine kommunalpolitische Lösung für das Problem finden.“ Weiter führt Haase aus, „Wir werden das Problem im Bau- und Planungsausschuss auf die Tagesordnung bringen, um die Sache in den politischen Gremien ausführlich zu diskutieren.“

Für die Mitglieder der CDU Fraktion ist klar, wie groß die Bedeutung und die Wichtigkeit eines modernen und gut geführten Friedhofs für die Kultur der Stadt Lauenburg ist.

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