Jugendpolitische Überlegungen verabschiedet, Jens Pechel wiedergewählt, Kinder- und Jugendbeiräte in den KJR aufgenommen

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Mölln (LOZ). Die Delegierten der Vollversammlung des Kreisjugendringes Herzogtum Lauenburg (KJR) setzten sich mit einer vollen Tagesordnung auseinander. Den Schwerpunkt bildete dabei der Antrag „jugendpolitische Überlegungen 2018-2023“. In einem gemeinsamen Prozess mit seinen Mitgliedsverbänden erarbeitete der Kreisjugendring seit Anfang des Jahres sieben jugendpolitische Überlegungen, die auf kommunale Themen abzielen, um das Aufwachsen junger Menschen kind- und jugendgerechter zu gestalten.

Dabei werden sowohl Anliegen aus den Vereinen und Verbänden angesprochen als auch die Interessen junger Menschen nach Mobilität und kostengünstigem Wohnraum aufgegriffen. „Wir müssen dahinkommen, dass auch auf Stadt- und Gemeindeebene im gesamten Kreisgebiet der Jugendarbeit ein hoher Stellenwert eingeräumt und dort auch finanziell gefördert wird. Es kann auch nicht angehen, dass in manchen Orten Hallennutzungsgebühren für Vereine, die Jugendarbeit machen, anfallen“, so eine Delegierte.

Gemeinsam mit den Delegierten aus anderen Vereinen und Verbänden sowie zahlreichen Kommunalpolitikern aller Kreistagsparteien, tauschte sie sich im Rahmen eines World Cafés zu den jugendpolitischen Überlegungen aus. „Es ist gut, dass Kinder und Jugendliche in allen Dingen, die sie betreffen, durch die Gemeinde beteiligt werden müssen. Es muss aber auch vor Ort umgesetzt werden. Hier brauchen die Gemeinden noch mehr Unterstützung“, ergänzt ein weiterer Delegierter.

Die Vollversammlung beschloss einstimmig die jugendpolitischen Überlegungen. Der Kreisjugendring ist damit aufgefordert diese Themen immer wieder in die politische und öffentliche Diskussion einzubringen. „Als Kreisjugendring verstehen wir uns als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Jugendarbeit und als Interessenvertreter der Jugendorganisationen sowie aller Kinder und Jugendlichen“, so Jens Pechel, der als 1. Vorsitzender erneut für weitere zwei Jahre den KJR vorstehen wird. „Wir freuen uns, dass wir heute gemeinsam mit der Politik die politischen Überlegungen andiskutiert haben. Es gilt nun für die nächsten fünf Jahre dies fortzuführen und gemeinsam nach Wegen und Lösungen zu suchen. Wir werden dies immer wieder auf die Tagesordnung rufen“, so Pechel weiter.

Einstimmig wurde auch die Aufnahme der Kinder- und Jugendbeiräte aus Ratzeburg, Mölln, Lauenburg und Wentorf in den Kreisjugendring beschlossen. „Durch eine Satzungsänderung, die seit letztem Jahr gilt, ist dies möglich geworden. Wir begrüßen dies sehr, da wir uns somit gegenseitig im Netzwerk unterstützen können und im Sinne der Kinder und Jugendlichen mit einer Stimme sprechen“, erläutert Arne Strickrodt, Geschäftsführer des KJR.

Neben Jens Pechel (40) werden auch Jennifer Rath (31), Anne Redder (32) und Oliver Jürk (24) weiterhin im Vorstand ehrenamtlich arbeiten. Malte Allrich (33), der vier Jahre im KJR-Vorstand war, trat aus zeitlichen Gründen nicht wieder an. Für ihn wurde Julian Schlicht (21) als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Julian Schlicht war jahrelang in der evangelischen Jugend aktiv, engagiert sich im Deutschen Roten Kreuz, kennt den KJR u.a. als Teamer beim Stadt-Spiel und studiert auf Lehramt. „Ich freue mich auf die Arbeit im Vorstand“; so Julian Schlicht nach der Wahl.

Dank sprach der KJR Christiane Gehrmann aus, die 20 Jahre als Vorsitzende den Jugendhilfeausschuss leitete und nun nicht mehr für den Kreistag kandidiert. Für Rüdiger Jung, Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Schulen und Soziales des Kreises, war es in dieser Funktion ebenfalls die letzte Vollversammlung. Er scheidet im nächsten Jahr aus dem Amt und hat den KJR von 1982 konstruktiv begleitet. Beide lobten die Qualität und Kompetenz beim KJR. Neben Rüdiger Jung und Christiane Gehrmann betonte auch Kreispräsident Meinhard Füllner die Bedeutung der Jugendverbandsarbeit und der Arbeit des KJR. Kreispräsident Füllner verbeugte sich im Rahmen seiner Grußworte vor dieser Arbeit im Namen des gesamten Lauenburgischen Kreistages. „Hier findet eine kontinuierliche, und konstruktive Arbeit auf sympathische Art und Weise statt. Das macht ihr spitze“, so Füllner.

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