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Mölln (LOZ). Lothar Obst (Mölln) beschäftigt sich in seinem Vortrag am Dienstag, 21. Mai, um 19.30 Uhr im Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, Mölln, mit den Ottonen (919-1024), den ersten Deutschen auf dem römischen Kaiserthron. Der Eintritt zu der Veranstaltung in der Reihe "1.100 Jahre Ottonen" ist frei.

Im Jahre 919 wird der Sachsenherzog Heinrich aus dem Geschlecht der Liudolfinger zum König des fränkischen Ostreiches gewählt. Mit der Thronerhebung Heinrichs verbindet sich die Gründung des ersten deutschen Staates. Ihm gelang es, die Autonomiebestrebungen der Stammesherzöge erfolgreich zu bekämpfen und der äußeren Bedrohung durch die Ungarn-Einfälle Herr zu werden. Doch er blieb bescheiden und lehnte die Salbung der Kirche ab.

Ganz anders hingegen war sein Sohn Otto I. („der Große“): 936 lässt er sich in einer sorgfältig inszenierten Zeremonie über dem Grab Karls des Großen in der Aachener Pfalzkapelle zum König krönen. Die „Wiederherstellung des römischen Weltreiches“ unter der legitimierten Herrschaft der deutschen Könige als römische Kaiser in ihrer Funktion als Nachfolger der Cäsaren war fortan sein politisches Programm.

„Ego Otto dei gratia romanorum imperator augustus“ – Ich, Otto, von Gottes Gnaden erhabener Kaiser und Augustus der Römer – heißt es schließlich in den Urkunden des dritten der Ottonen. Er war der theokratischen Reichsidee Karls des Großen, dem Gottesgnadentum des Kaiserreiches, stark zugeneigt. Er machte Rom zur kaiserlichen Residenzstadt.

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