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Kiel (LOZ). Gestern wurde vom Innenministerium die Studie über die Kriminalität von Zuwanderern vorgestellt die der damalige Innenminister Studt (SPD) bereits 2016 in Auftrag gegeben hatte. Dazu äußert sich die SPD-Landtagsabgeordnete und polizeipolitische Sprecherin Kathrin Wagner-Bockey:

„Die Studie betrachtet sehr differenziert die Auswirkungen von verstärkter Zuwanderung auf die Kriminalitätszahlen. Die Analyse macht deutlich, dass der Anteil an straffälligen Zuwanderern in erster Linie mit deren Altersstruktur und dem Geschlecht zu tun haben, aber auch mit schlechteren Bildungsvoraussetzungen. Weltweit sind junge Männer in allen jemals kriminologisch untersuchten Kulturen am stärksten kriminell belastet. In der jetzt vorgelegten Studie wurde zwischen den 12 am häufigsten in Schleswig-Holstein vertretenen Nationalitäten unterschieden. Kriegsflüchtlinge wie Syrer, Afghanen und Iraker sind deutlich weniger auffällig, als andere Migrantengruppen. Weiterer Gesichtspunkt ist, dass zum ersten Mal die Kriminalität von durchziehenden Banden nicht mehr automatisch den tatsächlich hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund zugerechnet wird. Das dient der sachlichen Auseinandersetzung und das begrüße ich.

Gleichzeitig werden damit einmal mehr qualitative Mängel in der Polizeilichen Kriminalstatistik deutlich. Ich erwarte von Innenminister Grote, dass er sich in einem ersten Schritt für die Verbesserung der PKS-Kriterien auf Bundesebene einsetzt. Die SPD Schleswig-Holstein teilt im Übrigen ausdrücklich seine Auffassung, dass Integration am besten gelingt, wenn die Familie dabei ist. Wer hier dauerhaft lebt, soll auch mit dem Herzen eine „neue Heimat“ finden und da gehört die Familie dazu. Innenminister Grote weiß das offensichtlich. Wir wünschen ihm viel Erfolg dabei, den designierten Heimatminister Horst Seehofer davon zu überzeugen.

Als Wahlkreisabgeordnete stelle ich fest, dass das Bemühen um eine dezentrale, schnelle Unterbringung in Wohnungen im Kreis Herzogtum Lauenburg ebenso Früchte trägt, wie das hohe ehrenamtlich Engagement der Helfer, die bis heute in den Städten und Gemeinden verlässlich aktiv sind. Dafür möchte ich mich sehr bedanken, denn die erste Unterstützung in einem deutschen Alltagsleben ist für Migrantinnen und Migranten enorm wichtig, um sich zurecht zu finden.“

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